Früh morgens brach die Mannschaft auf um rechtzeitig im über 200 km entfernten Reichensachsen einzutreffen. Allerdings mussten sich die Mädels etwas gedulden, da der Trainer wohl eine kleine Meinungsverschiedenheit mit seinem Wecker hatte.

Mit dem ersten Gegner TV Hüttenberg hatte die TSG auch gleich den Favoriten für den Gesamtsieg. Aber Bürgel präsentierte Kampfgeist und Geschlossenheit und brachte damit Hüttenberg ein wenig aus dem Konzept. Der Abwehr gelang es den wurfgewaltigen Rückraum in Schach zu halten und im Angriff kämpfte man mit Willen und Courage und überraschte damit nicht nur die Trainer, sondern auch die mitgereisten Zuschauer. So stand es zur Halbzeit 5:4 für Bürgel und kurz nach Wideranpfiff legte die TSG noch einmal drei Treffer drauf. Nun kam Hüttenberg aber wuchtig ins Spiel zurück. Das Angriffsspiel der Bürgeler Mädchen kam nicht mehr zum Zuge und der Gegner zog nun durch Tempogegenstöße und effektiveres Angriffsspiel Tor um Tor davon. Die TSG wechselte nun munter durch und ließ jede Spielerin zum Zuge kommen. Am Ende verlor man die Partie mit 9:15 Toren, aber angesichts der tollen Leistung gegen so einen Gegner waren alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden.

 Im zweiten Spiel gegen Crumstadt/Goddelau konnte dann die B-Jugend ihren ersten Sieg einfahren. Mit 13:7 gewann man gegen den Gegner, welcher am Ende des Turniers auch den letzten Platz belegte. Dabei zeigte Bürgel schöne Kombinationen im Angriff sowie eine starke Abwehr. Zur Halbzeit führten die Mädchen mit 7:3.

Das dritte Spiel für Bürgel hatte es in sich. Der Gegner HSG VfR Eintracht/Wiesbaden spielte stark auf und ließ der TSG nicht den Hauch einer Chance. Die Abwehr kam mit dem schnellen Rückraum und den cleveren Spielaufbau des Gegners nicht zurecht und im Angriff hatte man eine kompakte 6:0 Deckung vor sich stehen. Schnell geriet man mit 0:5 ins hintertreffen und man musste schon das schlimmste befürchten. Jedoch verletzte sich die gegnerische Torhüterin am Knie, sodass diese ausgewechselt werden musste. Da Wiesbaden nur eine Torhüterin dabei hatte musste kurzer Hand eine Feldspielerin ins Tor gehen. Dieser Umstand war für Wiesbaden natürlich schwerwiegend,  aber um so glücklicher für Bürgel. Mit bemerkenswerten Kampfgeist und Siegeswillen kämpfte sich die TSG in die Partie zurück und machte dabei ein wirklich unglaubliches Spiel. Zur Halbzeit lag man noch 5:7 zurück, aber die TSG Mädchen waren nun Feuer und Flamme dieses Spiel zu gewinnen. Die Abwehr stellte Wiesbaden vor große Probleme und Franziska Schäfer im Bürgeler Kasten glänzte mit tollen Paraden. Die Auswechselbank, die Zuschauer und die Trainer peitschten die TSG nun zum verdienten 11:9 Sieg. Diese teils dramatischen Szenen die sich dabei abgespielt haben waren bezeichnend für den Charakter der Mannschaft.

 Im letzten Spiel gegen den Gastgeber Reichensachsen mussten die TSG Mädchen allerdings wieder eine knappe Niederlage hinnehmen. Anscheinend hatte die Partie zuvor zuviel Kraft gekostet. Gegen das durchschaubare Angriffsspiel des Gegners agierte die Deckung zu harmlos und im Angriff lief nun auch nicht mehr viel zusammen. Zur Halbzeit lag man mit 4:7 zurück. Mit einem letzten aufbäumen wehrte Bürgel sich gegen die drohende Niederlage, aber Sekunden vor Schluss vergab man leider noch einen 7m, welcher zum Ausgleich geführt hätte. Somit verlor man am Ende die Partie mit 10:11 Toren.

Die weibl. B-Jugend hat eine sehr überzeugend Leistung am vergangenen Samstag geboten und damit die Erwartungen aller übertroffen. Zwar musste am Ende aufgrund der letzten Niederlage noch gezittert, gehofft und gerechnet werden, aber am Ende belegte die TSG einen verdienten zweiten Platz hinter dem TV Hüttenberg. Damit hat die TSG schon einmal eine Hürde genommen auf dem erhofften Weg in die Oberlia. Nun bleibt abzuwarten, wer die nächsten Gegner in der Zwischenrunde sind und wann diese Spiele stattfinden werden.

Das Trainerteam bedankt sich bei allen Zuschauern für die tolle Unterstützung und das sie den weiten Weg auf sich genommen haben. Ein besonderer Dank geht auch an Eso Mulhametovic der uns seinen Kleinbus zur Verfügung gestellt hat, welcher auf der Rückfahrt eher zum Partybus avancierte.