Fünf Jahre ohne Abschlussfahrt waren eine viel zu lange Zeit, dass fanden auch Philipp Bott und Stefan Lorenz und so setzten sie sich schon im letzten Jahr das erste Mal zusammen, um nach Zielen für eine Rundenabschlussfahrt zu schauen. Doch das Ergebnis sollte noch bis zum Februar 2010 auf sich warten lassen, dann stand es jedoch fest: Die Truppe würde Ende April / Anfang Mai nach Willingen, in ein Selbstversorgerhaus, fahren – doch nicht in ein normales Selbstversorgerhaus, nein, in ein altes Hotel mit 22 Schlafplätzen, Riesenwohnzimmer mit Entertainmentsystem, eigener Bar und Sauna, sowie einer großen Terrasse.

Diesem Angebot ist es wohl auch zu verdanken, dass mit 19 Personen das Haus nahezu vollbelegt war.

Am Donnerstag den 29.04 ging es dann endlich los, „Botto“ und Kai statteten der Metzgerei Manfred Lorenz einen Besuch ab, und holten für den ersten Abend 30 Steaks und 30 Würste. Nachdem dies erledigt war, starteten die beiden durch, um den Dritten im Bunde abzuholen. Mit Stelo im Auto war das Pionier-Team vollständig, und somit konnte das erste Auto nach Willingen starten. Nach etwa zwei Stunden Fahrt kam, der etwas untermotorisierte Opel von Botto, dann auch in Willingen an. Stundenweise kamen immer mehr Autos mit Berler-Handballern über den ganzen Abend verteilt. Bei gutem Wetter wurde zuerst gegrillt und dann wahlweise Wii gezockt oder in der hausinternen Bar die Nacht zum Tage gemacht.

Der Freitag begann mit einem Schock, unser Pichel-Michel wurde von einem wild klopfenden Schornsteinfeger geweckt, der ziemlich unangekündigt an seinem Schlafzimmer Fenster stand. An diesem Tag stand Sport an der Tagesordnung, nach dem Aufstehen und einem üppigen Frühstück, fuhren die Handballer auf die Willinger Sommerrodelbahn. Der Weg dorthin gestaltete sich jedoch erst mal schwierig, da Shortys Italiener Kutsche aus dem Kiesbett (einem Parkplatz) gezogen werden musste.

Dennoch dort angekommen, hatten alle viel Spaß und gekrönt wurde das alles, durch Kai, der wohl den Tagesrekord einfuhr und seitdem nur noch der „Lemurenkonig“ genannt wurde. Nach dieser rasanten Jagd begaben sich dann einige zurück ins Hotel in die Sauna, einige begaben sich unter Wollis und Manni‘s Führung zum einkaufen. Wer darauf keine Lust hatte fuhr mit Jörg zum Abenteuer-Minigolf-Platz. Als man sich wieder im Haus traf, wurde erst einmal ein ordentliches Abendessen, Geschnetzeltes alá Wolli, serviert. Als die Teller abgeräumt waren, begaben sich einige in die Sauna, manche ins Bett oder an die Bar oder spielten einfach Wii. Auch die letzten Teilnehmer, die erst freitags in Bürgel starten konnten, kamen an diesem Nachmittag noch an. Später am Abend begab man sich dann in den Ort hinab um im berüchtigten Brauhaus den Abend zu verbringen. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden gelacht, getanzt und gefeiert.

Der Tag der Arbeit, begann dann sehr verschlafen und ruhig mit dem einen oder anderen Film. Und eigentlich setzte sich der Tag auch so fort, entspannend und ruhig. Um sich auf die letzte Partynacht im Haus einzustimmen. Gegen Abend hatte dann Manni Lampe, der in seiner Jugend noch Großfeldhandball spielen, durfte die zündende Idee: Aus dem am Vortrag gekauften Spargel und einigen Schnitzeln, sowie Kartoffeln wurde ein wunderbares Dinner inklusive Suppe zur Vorspeise gezaubert.

Später wurde im ganzen Haus verteilt noch einmal richtig Gas gegeben: man resümierte die Ergebnisse der Sommerrodelbahn, erinnerte sich an Altenhasslauer Handballer, die man im Brauhaus traf oder erzählte sich sonstige Geschichten der noch so jungen Fahrt. Und wem dies zu langweilig war, der ging noch einmal in den Ort feiern, so wie unsere Partytiere Onate, Josef und Friedl.

Und während die anderen langsam bei TV Boxkämpfen einschliefen, waren die drei sicher noch lange am Feiern.

Scheiße, es ist Sonntag, sollten die drei Tage wirklich schon rum sein? Es hätte wohl keiner gedacht das die gemeinsame Zeit so schnell rumgeht, aber das es so war wusste man spätestens dann,  als man von einer nicht unbedingt attraktiven Frau und auch sonst recht unfreundlichen Person, morgens zum Teil noch unsanft geweckt wurde. Während sich die einen dachten: Toll noch ein Schornsteinfeger, wussten die anderen das es schon langsam Zeit für die Abnahme des Hauses wurde. Also schnellstmöglich Taschen packen, raus und ab auf die Landstraße.

Einigen ließen den Nachmittag noch bei Eso ausklingen, während andere schon ihre Wunden leckten. Man war sich einig, dass es im nächsten Jahr wieder eine Abschlussfahrt geben würde und auch das Orga-Team würde die Sache wohl wieder forcieren.

Alles in allem eine sehr schöne und gelungene Fahrt, ohne jegliche Zwischenfälle, für die Botto und Stelo sich vor allem bei den Mitfahrern bedanken wollen. Wir hoffen das wir im nächsten Jahr wieder so eine schöne Zeit zusammen organisieren können.

Es „spielten“, im Tor: Thorsten Wollek, Michael Wolf, Kai-Uwe Siegordner und Berthold Reinholz; im Feld: Dominik Arnold, Philipp Bott, Josef Kreis, Friedrich Kreis, Manfred Lampe, Bernd Müller, Claus Müller, Philipp Thomas, Boris Wolf, Jörg Werner, Stefan Scherling, Florian Soravia und Christian Onate