Den Anfang machte die weibliche B-Jugend, mit Unterstützung einiger Mädels aus der weiblichen A-Jugend (5 B-Mädels befanden sich noch im Urlaub), gegen die JSG Wallstadt. Die Bürgeler Mädchen starteten nach 3 Wochen Weihnachtsferien verhalten in die Partie. In der Abwehr fehlte es an Aggressivität, im Angriff wurde zu viel quer und unentschlossen vor der gegnerischen Abwehr gespielt und in allen Bereichen zeigten sich, aufgrund der Pause, Abstimmungsprobleme. Die ersten 20 Minuten lief man somit einem Rückstand nach und ging mit einem 6:8 in die erste Drittelpause. Im zweiten Abschnitt fand man besser ins Spiel. Über eine stabile Abwehr konnte man das gewohnt schnelle und druckvolle Angriffsspiel aufbauen und ging mit 2 Toren in Führung. Der Ball lief besser durch die Reihen der TSG und die Spielerinnen trauten sich im Angriff mehr zu. Die Scheu vor Körperkontakt wurde abgelegt und der Ball nicht mehr als Fremdkörper behandelt. Sowohl individuelle als auch mannschaftstaktische Aktionen zeigten Erfolg und zur zweiten Pause stand ein 19:18 auf der Anzeigentafel. In den dritten 20 Minuten wurde an die Leistung des zweiten Abschnittes angeknüpft. Die Abwehr war schnell auf den Beinen und machte es der JSG schwer. So konnte die TSG mit 4 Toren in Führung gehen. Die Mädels aus Wallstadt hielten dem Tempo allerdings stand, gaben sich nie auf und kämpften entschlossen weiter. In der Endphase leistete sich Bürgel zu viele technische Fehler im Spielaufbau und ermöglichte dem Gegner leichte Gegenstoßtore. Am Ende hieß es 27:27.
Nach der Jugend startete das Turnier der Damen. Im ersten Spiel traf die TSG, die verletzungs- und arbeitsbedingt auf einige Spielerinnen verzichten musste aber von Mädels der B- und A-Jugend unterstütz wurde, auf die Damen der SU Mühlheim 2. Die erfahrene Mannschaft der SU kaufte den Bürgelerinnen gleich zu Beginn den Schneid ab und überrannte das junge Bürgeler Team regelrecht. Im Angriff leistete man sich zu viele technische Fehler, die Mühlheim gnadenlos in der ersten Welle bestrafte. Zudem stand man zu dicht auf der Abwehr des Gegners und blockierte sich somit selbst im Aufbau eines druckvollen Angriffspiels. Die Abwehr stand zu passiv und konnte das schnelle Angriffsspiel des Gegners nicht unterbinden. Beim 0:12 bahnte sich ein Debakel an. Langsam fand man im Angriff aber besser ins Spiel und die Abwehr wurde ebenfalls stabiler. Mit 3:18 wurden nach 25 Minuten die Seiten gewechselt. Im zweiten Abschnitt präsentierte sich dann eine ganz andere Bürgeler Mannschaft. Die Mädels kämpften sich ins Spiel und gaben nicht auf. Die Abwehr verschob nun besser und war schneller unterwegs. Der Gegner wurde frühzeitig aggressiv bekämpft und das Angriffsspiel der SU geriet ins Stocken. Im Angriff ließ man den Ball druckvoller und sicherer durch die eigenen Reihen laufen und erarbeitete sich Lücke in der gegnerischen Deckung. Das Kleingruppenspiel funktionierte immer besser und auch im Abschluss steigerte sich die TSG. Nach den zweiten 25 Minuten lautete das Ergebnis 15:29. Mit der zweiten Halbzeit, die die TSG mit 1 Tor gewann, konnte man ganz zufrieden sein.
Zum zweiten Spiel des Damenturnieres kam es zur Begegnung SUM 2 gegen OFC Kickers. In einer kampfbetonten Partie erwischte der OFC den besseren Start und ging mit 3:1 in Führung. Bis zur Halbzeit steigerte sich die SUM allerdings und erarbeitete sich eine 10:8 Führung. Im zweiten Abschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild wie in der ersten Halbzeit. Der OFC startete besser und erspielte sich eine 17:15 Führung. Am Ende war es wiederum die SUM 2, die mehr zuzusetzen hatte und gewann die Partie mit 20:17.
Zum letzten Spiel des Tages fanden sich der OFC und die TSG auf dem Spielfeld ein. In den ersten 25 Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften mit starken Abwehrreihen agierten. Bürgel erspielte sich durch schöne Kombinationsangriffe sehr gute Torchancen, zeigte allerdings eklatante Schwächen im Abschluss und geriet zur Halbzeit mit 2 Toren (7:5) in Rückstand. In der zweiten Halbzeit kam zum Auslassen bester Torchancen dann auch noch eine Vielzahl an technischen Fehlern im Angriffsspiel dazu und der OFC baute die Führung bis zum Schlusspfiff auf 18:14 aus. Zu Überhastet und unvorbereitet wurden im Angriffe gespielt. Die Abwehr wurde nachlässiger und kam häufig einen Schritt zu spät, wodurch der OFC zu oft mit einfachen Spielhandlungen zum Erfolg kam.
Die Spiele waren ein guter Einstieg nach der Weihnachtspause und zeigten auf, woran bis zum nächsten Wochenende und in Zukunft gearbeitet werden muss. Zum Abschluss ein großes Dankeschön an alle Schiedsrichter und Zeitnehmer, ohne die das Turnier nicht möglich gewesen wäre.