Während des Spieles ging man durch ein Wechselbad der Gefühle. Die TSG erarbeitete sich sowohl in der ersten als auch der zweiten Halbzeit eine 3-Tore-Führung. In dieser Phase war die Abwehr aufmerksam, aggressiv und schnell auf den Beinen und im Angriff wurde druckvoll und mit dem nötigen Überblick gespielt. Mit schönen Passfolgen und dynamischem Eins-Gegen-Eins kam man zu einfachen Toren. Leider folgten darauf Spielphasen, in denen technische Fehler, fehlender Überblick, Passivität und Nicht-Mitdenken wie am Fließband aneinander gereiht wurden. Teilweise hatte es sogar den Eindruck einer Comedy-Show.

Der Gegner wurde immer wieder zu Kontern eingeladen. Zu selten wurden die Lücken der gegnerischen Abwehr angelaufen. Fehlende Laufbereitschaft und Spielwitz im Angriff führten zu unvorbereiteten Abschlüssen. In der Abwehr wurde das Spiel der HSG nicht konsequent unterbunden und so kam diese immer wieder zu einfachen Abschlüssen. So wurde in der zweiten Halbzeit aus einer 12:15 Führung ein 16:15 Rückstand. Selbst in doppelten Überzahl war die TSG nicht in der Lage, ein geordnetes Spiel aufzubauen. Die 20:22 Niederlage war folglich die Summe aus 60 Minuten Handball auf ganz niedrigem Niveau.

Die Gewissheit, dass es die Mädels besser können reicht nicht aus. Jede einzelne Spielerin sollte sich über ihre Einsatzbereitschaft klar werden. Denn nur wenn alle an einem Strang ziehen und alles aus sich heraus holen, auch wenn es mal an der einen oder anderen Stelle zwickt oder man sich nicht so gut fühlt, kann guter und erfolgreicher Handball gespielt werden. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass sowohl im Training als auch beim Spiel der Kopf mitdenkt und Vorgaben aufgenommen werden.