Aber erst einmal zum Spiel. Von Beginn an zeigte die JSG, dass sie gewillt war zu siegen und unsere Mädels nicht auf die leichte Schulter nahm. Das Spiel startete mit sehr viel Tempo und Druck Seitens der Gäste und Bürgel hatte Mühe, das Tempo mit zu gehen. Immer wieder hatten die Mädels kaum Zeit sich in der Abwehr zu formieren, da die JSG sowohl in der ersten als auch der zweiten Welle mächtig Dampf macht. Wenn man dann mal in die Abwehrformation kam, schaffte man es nicht das Angriffsspiel des Gegners zu unterbinden, so dass der Ball immer wieder die freie Mitspielerin fand und sicher im Kasten der TSG untergebracht wurde. Im Angriff spielte man zu dicht an der gut gestaffelten Deckung der JSG und rannte sich fest oder verlor den Ball. Zu selten wurde aus dem Rückraum abgeschlossen, die Nahtstellen der Abwehr angelaufen oder konsequent aufs Tor gezogen. Trotzdem erarbeitete sich die TSG Torchancen, die leider nicht genutzt wurden. So konnte man nur einmal zum 1:1 ausgleichen und lief dem Gegner in der Folgezeit nur noch hinterher. Mit einem 5:11 wurden die Seiten gewechselt.

Im Lager der TSG war man sich bewusst, dass man das Spiel nicht mehr drehen konnte, zu dominant und routiniert war das Spiel der JSG. Aber eine Klatsche wollte man sich auch nicht einfangen. Anfang der zweiten Halbzeit zeigten sich die TSG-Mädels engagiert und kämpften verbissen bis zum 10:14. Danach lief aber nicht mehr viel zusammen. Die Mädels leisteten sich zu viele vermeidbare Fehler und Fehlwürfe und packten in der Abwehr nicht mehr zu. Das Spiel wurde immer kopfloser und jeder schien mit sich selbst und seinem eigenen Spiel beschäftigt zu sein. Einfachste Anweisungen wurden vergessen oder nicht umgesetzt. Am Ende hieß es völlig verdient 14:26 für die Mädels aus Bayern.

Untermain ist definitiv nicht unser Maßstab und wenn nächste Woche das letzte Spiel der Saison gegen Kahl/Kleinostheim ansteht, präsentieren sich die Bürgeler Mädchen sicherlich von einer ganz anderen Seite. Denn bis auf das gestrige Spiel konnte man alle Heimspiele für sich entscheiden und das soll auch gegen einen Gegner auf Augenhöhe so bleiben.