Am vergangenen Wochenende begab sich die weibliche D-Jugend zu Ihrem Halbfinal Rückspiel nach Altenhaßlau. Die Vorzeichen waren eigentlich gar nicht so schlecht, hatte man doch im Hinspiel schon mit 11:9 sich ein kleines Polster geschaffen.

Einzig ungewohntes war die Trainer Besetzung im Rückspiel. Leider musste die weibl. D auf Ihre Etatmäßigen Trainerinnen verzichten und die beiden Interims Trainer Philipp Bott und Michael Diehl wurden mit dem Ziel Finaleinzug vertraut gemacht. Schon bei der Abfahrt merkte man, dass auch das Trainerteam nicht ganz eingespielt war. Fuhr doch der eine Trainer mit ein paar Autos im Schlepptau über Mühlheim und Hanau, der Andere bevorzugte den Idyllischen Weg mit der Fähre über den Main.

Doch sollte dies an diesem Tag die einzige Unstimmigkeit gewesen sein. Beiden Trainern war vor dem Spiel klar, erstmal musste den Mädels ein wenig die Spannung und Nervosität genommen werden. Dies gelang auch gut. Zu Beginn des Spieles waren alle Mädels komplett mit ihrer Konzentration auf Ziel – Finaleinzug – eingestellt. Zu spüren bekam das  gleich die Gegnerische Abwehr aus Altenhaßlau, als sich die Mädels mit einem tollen Zug zum Tor gleich die 1:0 Führung sicherten. Auch in der Abwehr merkte man, dass die Mädels alles geben würden, um die Gegner am Torschuss zu hindern. Mit einer sehr gut stehenden 3:3 Abwehr und klarer Abstimmung wer welche Gegenspielerin hat, konnte man sich recht schnell von einem  4:1 auf ein 5:9 und 7:12 zur Pause absetzen.

Hervorzuheben ist die wirklich gute Abwehr in den ersten 15 Minute. Man konnte sehen, dass es trotz körperlicher Unterlegenheit kaum ein Mittel für den Gegner gab, um zu klaren Toren zu kommen. In der Halbzeit war es nun an der Zeit die Mädels auf den zweiten Spielabschnitt einzustellen. Waren doch einige Mädels etwas übereifrig mit dem Gedanken, das Spiel schon gewonnen zu haben, in die Kabine gegangen.

So war es an den Trainern die ein oder anderen Mängel in Angriff und Abwehr anzusprechen. Sollte man doch weiter aus einer sicheren Abwehr heraus, wie die Feuerwehr auf das Gegnerische Tor anrennen.

Doch kam es wie man es befürchten musste. War zu Beginn der 2ten Hälfte doch gerade in der Abwehr zu sehen, dass die Konzentration fehlt. Man stand nicht mehr eng bei seinem Gegenspieler und ließ ihm oft zu viel Platz, um den Ball ohne Bedrängnis im Tor unterzubringen. Auch im Angriff wurde man von einer umgestellten Abwehr überrumpelt. Die Laufbereitschaft war nicht mehr so gegeben und man musste sich mehr im 1:1 durchsetzen.

Durch eine Auszeit der Gastgeber aus Altenhaßlau spielte man den Mädels aus Bürgel jedoch in die Hände. So konnten die Trainer die ein oder andere Spielerin in Ruhe auf die neue Situation einstellen.

Was ein Glück trug das ganze auch Früchte und man konnte die einzig Enge Situation beim 15:18 überstehen, um dann wieder auf 21:16 weg zu ziehen. Am Ende merkte man, dass man den Willen des Gegners teilweise gebrochen hatte. Nun bot sich die Gelegenheit die Spielerin von der Bank zu bringen. Auch diese brachten sich super ins Spiel ein. So konnte man einen doch recht ungefährdeten 22:17 Erfolg verbuchen und sich nun voll und ganz auf das Finale gegen Hochland-Fischborn am kommenden Wochenende vorbereiten.

Ein Dank geht an alle Spielerinnen und deren Mitgereisten Eltern, die die Mädels von der ersten bis zur letzten Minute unterstützen und anfeuerten. Nun heißt es für die Trainerinnen die Mädels  richtig auf das Finale einzustellen. Sollten die Mädels auftreten wie gegen Altenhaßlau, ist der Wunsch Titelgewinn  in gar nicht so weiter ferne.