Von Beginn an war die TSG nicht wach. In der Defensive war man immer einen Schritt zu spät, egal ob eine 3:2:1- oder 6:0-Variante gespielt wurde, konnte man das Passspiel des Gegners nicht unterbinden und lud ihn immer wieder zu Torchancen ein. Sowohl der Kopf als auch die Beine waren in der Abwehr zu langsam und so kam jeder Ballverlust der FSG wieder in deren Hände. Und wurde auf einer Seite einmal gut verteidigt, verschlief die andere Abwehrseite den Einsatz. Die Vorgabe mit Tempo nach vorne zu spielen wurde kaum umgesetzt oder durch technische Fehler im Keim erstickt. Im Positionsangriff agierten die Bürgelerinnen zu statisch und waren für den Gegner leicht auszurechnen. Egal welche Umstellung in der Abwehr oder im Angriff vorgenommen wurde, nichts änderte etwas an dem schwachen Auftritt und so ging man mit 11:12 in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild. Bürgel lief permanent einem Rückstand von bis zu 4 Toren hinterher. Die taktischen Vorgaben wurden nicht umgesetzt und viel zu oft kopflos agiert. Eine Umstellung der Abwehr in einer 4:2- bzw. 3:3-Formation in der 50. Minute rüttelte die Mädels auf und zwangen den Gegener zu technischen Fehlern oder schlechten Abschlüssen. Nach vorne wurde das Tempo angezogen und es wurden klare Chancen herausgespielt. 20 Sekunden vor Schluß konnte Bürgel zum 25:25 ausgleichen und ließ keine Torchance der Gäste mehr zu.

Bis zum nächsten Spiel muß bei dem jungen Team der TSG in der Abwehr an der Aggressivität und Schnelligkeit gearbeitet werden. Im Angriff muß im Laufe der Saison mehr Überblick und Selbstvertrauen entwickelt werden und die Bereitschaft dort hin zu gehen, wo es auch mal weh tuen kann.

Es spielten: Rieth, Elbert, Stübing, Fenn-Nubert, E. Specht, Kaiser, M. Specht, Hoddersen, Kopp, Güven, Mastroserio, Margetic, Weber