Das alles konnten aber keine Gründe und erst recht keine Ausreden dafür sein, was sich in den ersten 30 Minuten abspielte. Bürgel war völlig emotions- und willenlos, zeigte keinen Einsatz und keine Kampfbereitschaft und ermöglichte so einem wahrhaft nicht überragendem Gegner das Spiel zu dominieren. In der Abwehr lies man die JSG ohne nennenswerte Gegenwehr gewähren und durch zu viele Ballverluste lud man sie zudem immer wieder zu Gegenstößen ein. Im Angriff wurden die riesigen Lücken der gegenerischen Abwehr nicht angelaufen und die Verantwortung einfach weiter geschoben. So setzte sich die JSG vom 1:2 über 6:12 bis zum Halbzeitstand von 13:20 ab.

In der Halbzeit wurde an den Willen und Kampfgeist der Mädels appeliert und ihnen klar gemacht, dass das Spiel noch nicht verloren ist. Bürgel kam hoch motiviert und mit dem nötigen Biß zurück auf das Parket. In der Abwehr war die TSG schneller und aggressiver unterwegs und die JSG wußte kaum noch ein Mittel. Schnelles Umschalten in den Angriff und guter Zug zum Tor in den 1gg1-Situationen setzte den Gegner unter Druck. Bürgel kämpfte sich über 16:21 zum 20:24 heran und Hoffnung keimte auf, das Spiel noch drehen zu können. Leider gab es in dieser Phase einige fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters zu Gunsten der Gäste und die Euphorie der TSG-Mädchen wurde gebremst. Jegliches Aufbäumen war dahin und so baute die JSG ihre Führung bis zum Endstand von 23:32 aus.

Fazit: in dieser Spielklasse muß man von Beginn an hell wach sein und 100% Einsatz zeigen, um als Sieger das Feld zu verlassen. Leider haben sich die Mädels an diesem Tag in den ersten 30 Minuten selbst geschlagen und wurden nicht durch den Gegner geschlagen.

Es spielten: Schäfer, Weindorf, Güven, Ritter, Weber, Stübing, Hose, Becker, Demes, Mastroserio, Nesselhauf, Hoddersen.