Wie schon gegen Dietesheim verschlief Bürgel die Anfangsphase. Schwache Abschlüsse und zu viele technische Fehler führten zu einem frühen 3:9-Rückstand. TGS-Rückraumspieler Michalak stellte die viel zu passiv agierende Deckung der Gastgeber vor schier unlösbare Probleme und war bis zur 20. Minute an nahezu allen Toren der Gäste beteiligt. Folgerichtig stellte das Trainergespann der TSG Breiler/Wösthoff die Abwehr um und nahm Michalak mit einer Manndeckung aus dem Spiel. Die sich nun bietenden Räume nutze der routinierte Angriff Niederrodenbachs geschickt aus, sodass es zu keinem Bruch im Spiel der TGS kam. Zur Halbzeit trennte man sich in dieser Höhe verdient mit 13:19 Toren.

Im zweiten Spielabschnitt zunächst dasselbe Bild: Vor allem in der Abwehr ließ man dem Rückraumder Gäste zu viel Platz und musste einen Treffer nach dem anderen hinnehmen. Folgerichtig lag man zu diesem Zeitpunkt sogar mit neun Toren zurück (17:26). Doch ab der 37. Minute folgte die einzige starke Phase der Bürgeler. Bis zur 52. Minute gelang es, den Angriff Niederrodenbachs besser unter Druck zu setzen und Torwart Dimi Nastos bekam endlich seine Finger an die Abschlüsse der Gäste. Über Tempo und mehr Bewegung im Angriff konnte die TSG Tor um Tor aufholen und hatte in Überzahl sogar zwei Mal die Gelegenheit, auf zwei Tore zu verkürzen (24:27). Dem stand jedoch der Pfosten im Weg und Niederrodenbach überstand die für sie kritische Phase mit einem blauen Auge. In den letzten Minuten verlor Bürgel erneut den Faden und die Niederlage wurde zu spät akzeptiert. Durch überhastete Abschlüsse gab man den Ball zu schnell her und ließ den Gast wieder davonziehen. Am Ende eine verdiente, wenn auch auf Grund der zweiten Halbzeit etwas zu hoch ausgefallene Niederlage.

Spielertrainer Christian Breiler sagte nach dem Schlusspfiff: „Man sieht einfach, wer heute die eingespieltere und erfahrenere Mannschaft war. Wir sind in der Abwehr nie ins Spiel gekommen und haben dem Gegner das Tore werfen zu leicht gemacht. Durch das Ergebnis sehe ich mich in meiner Meinung bestätigt, dass auf meine Mannschaft noch viel Arbeit wartet, um mit erfahrenen Mannschaften wie Niederrodenbach mithalten zu können. Das einzig Positive an dem Ergebnis ist, dass jetzt die Favoritenrolle wohl von Bürgel an Niederrodenbach gegangen ist.”

Am kommenden Wochenende ist beim Auswärtsspiel in Langenselbold eine deutliche Leistungssteigerung nötig, will man zurück in die Erfolgsspur kommen. Anpfiff ist am Samstag um 20:00 Uhr in der Langenselbolder Käthe-Kollwitz-Schule. Die Mannschaft hofft auf eine ähnlich gute Unterstützung der Fans, wie schon beim letzten Auswärtsspiel in Großauheim.

Es spielten:
TSG: Nastos, Wösthoff; Wolf (2), Bagnara (3), Führ (1), Vogel (3), Bepler (3), Lenort (9/3), Geyer (3), Hock (3), Breiler (1), Seifert, Lotz – Auf der Bank: Hans Kaiser
TGS: Dornberg, Stand; Acker, Wottschel (8), King (3), Noll (1), Arena (2), Berger (3), Ullmann (8/1), Hausch, Michalak (7), Dietz (3)

Spielfilm: 2:3; 3:9; 5:12; 9:16; 13:20 – 15:23; 17:26; 20:26; 24:27; 24:29; 26:31; 28:35

Siebenmeter: 3/4 – 2/2

Zeitstrafen: 1 – 1

Zuschauer: 150