Bürgel startete schlecht ins Spiel, tat sich vor allem im Angriff gegen die 5:1-Deckung der Hanauer schwer. In den ersten zehn Spielminuten gelangen den Hausherren nur zwei Tore. Nach einer doppelten Unterzahl in der zwölften Minute wachte die TSG endlich auf. Aus einem 4:8 wurde binnen zehn Minuten eine 13:11-Führung. Diesen Vorsprung nahm die Mannschaft von Spielertrainer Christian Breiler auch mit in die Kabine (15:13).

Die ersten Minuten nach der Pause glichen dem Beginn des Spiels. Hanau stellte wegen des immer stärker werdenden Zusammenspiels der TSG zwischen Rückraum und Kreis auf eine 6:0-Abwehr um. Diese Umstellung führte wiederum dazu, dass Bürgel in zehn Minuten erneut nur zwei Tore erzielte und Hanau das Spiel auf 17:20 drehte. Von da an kämpfte die TSG entschlossen um den Anschluss, kassierte aber immer wieder zu leichte Gegentore. Dennoch gelang beim 23:23 wieder der Ausgleich.

In Folge legte Hanau immer wieder ein Tor vor, Bürgel glich im Gegenzug aus. Eine Minute vor Schluss gelang der TSG endlich beim 30:29 die erste Führung seit der 33. Minute. Hanau vergab im eigenen Angriff die Chance auf den Ausgleich und Bürgel war 45 Sekunden vor Ende in Ballbesitz. Doch Hanau erkämpfte sich über eine harte, in den Augen der Schiedsrichter jedoch faire, Aktion am Kreis den Ball und lief einen Gegenstoß. Der zurückgeeilte Bagnara stoppte den Hanauer Spieler, jedoch auf Kosten eines Siebenmeters und einer rote Karte. Den Strafwurf verwandelte Hanau und Bürgel ging 20 Sekunden vor Schluss zum Anwurf. Ein Bürgeler Fangfehler kurz hinter der Mittellinie brachte Hanau unerwartet erneut in Ballbesitz und die TSG um einen sicher geglaubten Punkt. Denn die Gäste nutzten das Geschenk um mit der Schlusssirene das 30:31 zu erzielen.

Letzten Endes eine sehr unglückliche Niederlage der TSG. Aufgrund des großen Kampfes in der zweiten Halbzeit hätte man, trotz der schwachen Leistung, einen Punkt verdient gehabt. Die Niederlage jedoch nur auf den technischen Fehler kurz vor Schluss zu schieben, ist nicht der richtige Weg. Zu viele Fehler wurden über das gesamte Spiel in Angriff und Abwehr gemacht, ohne die das Spiel schon deutlich früher für die TSG hätte entschieden werden können. Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft aus dieser bitteren Erfahrung lernt, und in ähnlich knappen Spielen zukünftig mehr Cleverness an den Tag legt.

Am kommenden Sonntag bestreitet die Erste ihr nächstes Heimspiel. Zu Gast in Bürgel wird die SG Bruchköbel II sein (18.3., 18.00 Uhr). Die Oberliga-Reserve steht mit 13:27 Punkten auf dem zwölften Rang. Das Hinspiel gewann die TSG nur knapp mit 35:31.

Es spielten:

TSG: Wösthoff, Nastos; Wolf (4), Führ, Vogel (6), Bepler (2), Lenort (8/4), Geyer, Hock (1), Breiler (1), Kaiser (3), Heckmann (4), Bagnara (1), Heilemann – Auf der Bank: Thorsten Wollek

HSG: Welsch, Abt; Schwab (2), Zellmann (2), Pose, Neumann (4), Rieth, Corell (5/1), Kupferschmidt (6/5), Wahlster (7), Hestermann, Leber (1), Bahnmüller (3), Schwarzer (1)

Spielfilm: 0:1; 2:2; 2:5; 4:6; 4:8; 9:9; 10:11; 13:11; 15:13 – 15-16; 17:20; 19:21; 20:23; 23:23; 29:29: 30:29; 30:31

Siebenmeter:    4/4 – 6/7

Zeitstrafen:       4 – 2

Zuschauer:       200

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte m. Bericht für Bagnara (TSG Bürgel, 60.Minute)