Spiel 1: HSG VfR/Eintracht Wiesbaden – TSG Bürgel 10:16 (8:10)
Im ersten Spiel ging es gegen Eintracht Wiesbaden, ein recht unbekannter Gegner für die TSG Bürgel. Von Beginn an zeigte sich aber gleich, dass es ein sehr temporeiches Spiel werden würde und besonders ein Sieg nur über geschlossene Abwehrarbeit zu holen sein würde. Die Mädels gingen motiviert und mit großem Einsatz in die Partie. Sie zeigten gleich, wer hier das Spiel gewinnen möchte. Man konnte sich schnell von einem 3:1 auf ein 8:4 absetzen. Dann kam ein Bruch, geschuldet durch das hohe Anfangstempo und Wiesbaden verkürzte auf 8:10 zur Halbzeit. In Hälfte 2 waren die Mädels nun wieder voll bei der Sache und konnte sich auf ein vorentscheidendes 14:9 absetzten. Am Ende gewann man verdient mit 16:10 und fuhr die ersten 2 wichtigen Punkte ein.
Spiel 2: TSG Bürgel – TV Kirchzell 8:12 (5:5)
Im zweiten Spiel ging es gegen einen bekannten Gegner, den TV Kirchzell. Gegen Kirchzell hieß es sofort wieder über eine gute Abwehr zu einfachen Toren zu kommen. Im Angriff war die Devise sichere Bälle zu spielen und die klaren Torchancen zu nutzen, um die Gäste nicht in ihr Tempospiel kommen zu lassen. Bürgel begann wie die Feuerwehr und setzte sich schnell auf ein 4:1 ab. Es wurde alles beherzigt, was gefordert wurde. Eine stabile 5:1 Abwehr zwang den Gegner zu schlechten Wurfsituationen und im Angriff wurde der Ball schnell gespielt und die gegeben Torchancen verwandelt. Jedoch kam dann ein absoluter Bruch ins Angriffspiel, zwar war die Abwehr weiterhin gut gestaffelt, der Angriff brachte aber nichts mehr zu Stande. Der TV Kirchzell konnte über 3 Tempogegenstöße auf ein 4:4 ausgleichen und mit 5:5 ging es in die Halbzeit. Nun merkte man, dass die Kondition bei Bürgel weg war. Kirchzell verstand es diese Defizite zu nutzen und sich auf ein 7:11 abzusetzen. Am Ende verlor man leider etwas unverdient mit 8:12 und der Gewissheit, hätte man die klaren Torchancen in Hälfte zwei verwandelt, wäre ein Sieg möglich gewesen.
Spiel 3: TV Flieden – TSG Bürgel 8:9 (4:4)
Das dritte Spiel ging gegen die vermeidlich leichtesten Gegner, den TV Flieden. So begann man auch etwas verändert zu den ersten beiden Spielen. Geschuldet durch die beiden schweren ersten Spielen war man nun gezwungen etwas mehr zu wechseln um sich die Körner einzuteilen. So war es nicht verwunderlich, dass es ein nicht ganz so hochklassiges Match werden würde.
Bürgel ging mit 2:0 in Führung, verstand es aber nicht, die einzige Rückraumschützin des TV’s in die Schranken zu weisen. So konnte Flieden auf 2:2 ausgleichen und bis zur Halbzeit war das Spiel auf beiden Seiten ausgeglichen. Nach 4:4 Halbzeitstand musste nun eine Schippe draufgelegt werden, um das Spiel zu gewinnen. Doch war Hälfte Zwei ein Spiegelbild der ersten Hälfte. Kaum Tempospiel, viele Konzentrationsschwächen im Angriff und wenig Laufbereitschaft in der Abwehr.
Am Ende gewann man jedoch mit viel Willen 9:8 und musste hoffen, dass Wiesbaden im Spiel gegen den TV Kirchzell mit mehr als 3 Toren und weniger als 7 Toren gewinnt. Sollte diese Konstellation eintreffen, wäre man in der Oberliga.
Wiesbaden tat Bürgel zu Beginn den Gefallen und spielte stark auf. Man sah nun auch bei den anderen Mannschaften, dass sie dem Tempospiel der vorherigen Partien Tribut zollen mussten.
Erst Mitte der 2ten Hälfte fing Kirchzell an wieder ihr Spiel aufzuziehen und drehte es am Ende noch zu einem 14:14 unentschieden.
Spiel 4: TSG Bürgel – TV Hüttenberg 2:20 (0:9)
Im vierten Spiel der Bürgeler Mädels musste man gegen den stärksten Gegner den TV Hüttenberg ran. Mit der Gewissheit nur noch theoretische Chancen auf die Oberliga zu haben, kamen nun auch die Spielerinnen zum Einsatz, die bisher wenig Einsatzzeit bekommen hatten. So war es nicht verwunderlich, dass kaum Spielfluss aufkam und die Abwehr auf einigen Positionen etwas unsicher agierte. Hüttenberg nutze dies, um mit 9:0 in die Halbzeit zu gehen. Bürgel hatte auch in Halbzeit Zwei kaum Argumente dagegen zu halten und ging auf dem Zahnfleisch. Das Endergebnis 2:20 ist zwar sehr, sehr deutlich, aber leider auch verdient.
Im Gesamten war das Qualifikationsturnier aber sehr gut. Man hat gesehen, dass die Mädels in den letzten Jahren einen riesigen Schritt nach vorne gemacht haben und auch weiterhin tun werden. Die 3 Wochen Vorbereitung auf die Quali trugen bei den Spielen schon Früchte und man kann nun frohen Mutes in die Vorbereitung auf die kommende Saison gehen. Es bleibt ebenso das Gewissen sich vor keinem Gegner verstecken zu müssen.
Es spielten:Schäfer; Hose, Hof, Demes, Cölsch, Güven, Specht, Hoppenstaedt, Hoddersen, Mastroserio, Schirmeister, Rümmelein, Nesselhauf, Sattler,