Im ersten Gruppenspiel traf man auf die Mannschaft aus Götzenhain. Die neue Trainerin Laura Hof war motiviert von ihrem Amt und versuchte gleich mit modernen Mitteln ein gutes Spiel aufzuziehen. Ein Konzept wie Jürgen Klinsmann 2006 sollte den Erfolg bringen. Zwar wurde das Spiel von Beginn an beherrscht, waren aber die Spielerinnen mit dem Rotationsprinzip gänzlich überfordert. Selbst die Spielertrainerin verlor phasenweiße den Überblick auf welcher Position sie nun spielen sollte. Am Ende gewann man klar mit 11:1, musste sich aber schweren Herzens des Trainers entledigen. Die Ansätze waren zwar gut, jedoch zu modern für diese Mannschaft.

Im zweiten Spiel ging es mit neuem Trainer gegen die HSG Nieder-Roden. Die neue Trainerin Michelle „Mitchel” Rümmelein ging mit dem altbewerten System ins Spiel. Stabil aus einer 5:1 Abwehr versuchte man den Gegner über Tempo zu schlagen. So der Plan, die Realität sah anders aus. Die neue Trainerin war noch nicht mit ihren Spielerinnen vertraut und stellte somit die Eine oder Andere auf neue Positionen. Aufgrund des Neulands mancher Spielerin passierten in der Deckung zu viele Fehler. Auch im Angriff spielte man zu statisch. Gerade mit der Rückraum Linken die laufend imaginäre Mitspielerinnen versuchte anzuspielen, gab es viele Probleme. Zwar konnte die Spielertrainerin an sich überzeugen und erzielte am Ende das entscheidende 10:9 für die TSG, doch war sie im ganzen Spiel nur wenig in der Lage die Fehler ihrer Mannschaft zu korrigieren.

In Spiel 3 durfte sich nun Lynn Hoddersen als Trainerin versuchen. In der Hoffnung, dass mit ihrer geballten Erfahrung ein Sieg gegen den Favoriten der SG Nied möglich wäre, ging man ins Spiel. Auch hier sah man, dass die Trainerin von Beginn an genervt von Fragen der Spielerinnen und Fans (wann und wo das Spiel denn stattfinden würde) recht unorganisiert ins Spiel ging. So war es nicht verwunderlich, dass man sich über kurz oder lang im Rückstand befand. Zur Halbzeit jedoch erreichte die Trainerin die Spielerinnen und musste zudem noch etwas in den Pausentee der Gegner gemischt haben. Bürgel verwandelte nun einen Angriff nach dem Anderen und kam Tor um Tor heran. Auf der Gegenseite war die SG Nied nicht mehr in der Lage ihre Freien Bälle unter zu bringen. Am Ende gewann man etwas überraschend, auch für die Trainerin, mit 6:4.

Im Halbfinale spielte man nun gegen den 2ten der anderen Gruppe, die HSG Kinzigtal. Hier versuchte sich Merit Specht in der Rolle des Chefs an der Seitenlinie. Es lastete von Beginn an viel Druck auf ihren Schultern, konnte sie doch schon in der F-Jugend Erfahrungen als Trainerin sammeln. Das Spiel plätscherte so dahin und man sah, dass die Trainerin Specht mit dem Druck nur wenig umgehen konnte. Teilweiße total überfordert traf sie falsche Entscheidungen im Angriff und brachte Bürgel so oft um gute Chancen. Auch die Auswechselungen ließen zu wünschen übrig, und so war es nicht verwunderlich, dass die Spielerinnen selbst das Heft in die Hand nahmen. Das Spiel an sich bot bei nun sommerlichen 33°C kaum sehenswertes. Kinzigtal baute zum Ende hin recht schnell ab und Bürgel kam über Tempogegenstößen nun zu einfachen Toren. Am Ende gewann man das Spiel klar mit 5 Toren Unterschied.

Im Finale ging es nun nochmal gegen die SG Nied. Nied war nach der Niederlage im Gruppenspiel definitiv auf eine Wiedergutmachung aus. Und es sollte auch Gelingen. Die mittlerweile 5te Trainerin binnen kürzester Zeit, Yvonne Hoppenstaedt, konnte nicht mal ihre komplette Mannschaft zusammen halten. So ging man mit nur sieben Spielerinnen, ohne Auswechselspieler, ins Finale. Die Mädels der SG begannen stark und Bürgel war noch mit sonnenbaden beschäftigt. Erst Mitte der ersten Hälfte begann Bürgel nun etwas mitzuspielen und konnte auch phasenweiße mithalten. In Hälfte zwei aber sah man, dass Bürgel Tribut zollen sollte, da man niemanden zum Wechseln hatte. Konditionell geschwächt reihte sich nun ein Fehler an den anderen und die 14 Mädels aus Nied zogen Tor um Tor davon. Am Ende verloren die Bürgeler Mädels mit 6 Toren Differenz und holten sich einen guten 2. Platz.

Im Großen und Ganzen ging es allein um den Spaß und den Zusammenhalt. Die Ergebnisse waren absolut zweitrangig. Die Mädels hatten viel zu lachen, alleine schon die Kommentare der Edelfans Fenn und Bott, zeigten Wirkung. Positiv war auch, dass man durch schönes Wetter verwöhnt wurde und Abends ganz zufrieden den Sieg der deutschen Fußball Nationalmannschaft bejubeln konnte.

Es spielten: Schäfer; Schirmeister, Hoppenstaedt, Specht, Hoddersen, Rümmelein, Sattler, Hof