Bürgel brauchte fünf Minuten, ehe man im Spiel angekommen war und das erste Mal in Führung ging (4:5). Von diesem Zeitpunkt an wurden die Pfungstädter klar beherrscht und der Vorsprung konstant ausgebaut. So ging es mit einem verdienten 19:15 in die Halbzeit. Problematisch war allerdings schon im ersten Durchgang immer wieder die Deckungsarbeit der TSG. Viel zu oft wurden Mitspieler alleine gelassen und so dem Gegner 1:1 Situation gewährt, die oft zu leichten Toren führten.

Auch nach Wiederanpfiff lief der Angriff der Bürgeler rund, sodass die schwache Leistung in der Abwehr kompensiert wurde. Als das Spiel beim Stand von 31:26 zugunsten der TSG in die entscheidende Phase ging, leiste sich aber die komplette Mannschaft einen Totalausfall. Freie Wurfchancen wurden vergeben, unnötige technische und Abspielfehler begangen und in der Abwehr weiterhin nicht zusammen gearbeitet. So gelang den Hausherren ein 7:0-Lauf innerhalb von zehn Minuten, der das Ergebnis auf 31:33 drehte. Erst danach besann sich die Mannschaft wieder ihrer Stärken und kämpfte sich in kurzer Zeit auf 33:33 zurück ins Spiel.

Dreißig Sekunden vor dem Schlusspfiff war nun aber Pfungstadt in Ballbesitz und nutzte diesen, um 7 Sekunden vor Ende erneut eine Führung vorzulegen. Bürgel holte im letzten Angriff nur noch einen Freistoß an der 9-Meter-Linie in zentraler Position raus, der direkt geworfen werden musste. Aufgrund einer 2-Minuten-Strafe von Nils Lenort nahm sich Sven Lenort den Ball um den Wurf auszuführen. Mit einem Knickwurf um den Block, der als Aufsetzer aufs Tor kam und von der Latte ins Tor sprang, holte die TSG einen am Ende glücklichen Punkt. Pfungstadt legte Protest gegen die Wertung des Spiels ein, weil sie der Meinung sind, dass der Ball nicht im Tor war. Ein Ergebnis des Einspruchs steht noch nicht fest.

Abschließend muss Bürgel aufgrund der letzten zehn Minuten mit einem Punkt zufrieden sein, sieht man aber das gesamte Spiel, muss man eher von einem verschenkten Sieg sprechen. „Grundsätzlich bin ich über weite Strecken mit unserer Leistung zufrieden”, sagt Trainer Christian Breiler. „Am Ende steht aber die Erkenntnis, dass solche Spiele vor allem in der Abwehr gewonnen werden. Da müssen wir zukünftig einfach zulegen.”

Am kommenden Wochenende Sonntag empfängt die TSG die HSG Maintal zum Derby in der Sportfabrik. Anpfiff ist um 18.00 Uhr. Die Maintaler mussten bereits nach dem zweiten Spieltag den Rücktritt von Trainer Tom Grundwald verkraften und werden übergangsweise von Kazimir Balentovic betreut. Ihre ersten drei Spiele verlor die HSG allesamt, war jedoch vor allem gegen Babenhausen und Gelnhausen II auf Augenhöhe und ist somit nicht zu unterschätzen. Die Mannschaft freut sich auf erneut zahlreiche Unterstützung ihrer tollen Fans!

Es spielten:

TSV: Becker, Bartylak; Jaksic (2), Ochs (4/1), Kohlmann (6), Mehring (8), Jankovic (1), Damm (2), Fischer (3), Ubiparip (4/1), Jayla (2), Schwarz (2)

TSG: Wösthoff, D. Nastos; Bagnara, S. Lenort (2), Führ (3), Wilde (5), Vogel (2), P. Nastos (7), Kleimann (2), N. Lenort (5/1), Heckmann (3), Denhard (5/2), Hock – Auf der Bank: Thorsten Wollek

Spielfilm: 1:0; 4:3; 4:6; 5:8; 10:11; 10:14; 12:17; 15:19 – 18:22; 23:29; 26:31; 33:31; 33:33; 34:33; 34:34

Siebenmeter:    2/4 – 4/6

Zeitstrafen:       7 – 6

Zuschauer:       250