Bürgel kam im Angriff schwer ins Spiel, machte dies jedoch durch gute Abwehrarbeit wett. Nach einem schnellen 1:3-Rückstand glich man zum 3:3 aus und hielt das Spiel in Folge ausgeglichen. Erst beim 8:10 gelang es den Gästen sich erneut auf zwei Tore abzusetzen. Diesen Vorsprung hielt der TV bis kurz vor Ende der ersten Hälfte. Mit einem Schlussspurt drehte die TSG das Ergebnis jedoch auf eine 15:14-Pausenführung.

Auch nach Wiederanpfiff blieb es ein Spiel auf Augenhöhe. Erst in der Endphase schien das Spiel in Richtung Fränkisch-Crumbach zu kippen, als die Gäste nach einem überhasteten Torabschluss der Hausherren mit 27:29 in Führung gingen. Doch mit einem erneuten Kraftakt, wie schon vor der Halbzeit, holte Bürgel den Rückstand auf und hatte eine Minute vor dem Ende sogar die Chance, das Spiel zu gewinnen.

Doch ein erneut überhasteter Torabschluss beendete die Sieghoffnungen der TSG und brachte dem TV den letzten Angriff ein. Diesen wehrte der Tabellenführer mit großem Kampf ab und so blieb den Gästen nur ein direkter Freiwurf als letzte Chance. Diesen entschärfte der Bürgeler Block jedoch und so endete das Spiel mit einem gerechten Unentschieden.

Dieses Spiel zeigt, dass Bürgel sich als Aufsteiger nicht vor den Spitzenmannschaften der Liga verstecken muss und zu recht an der Tabellenspitze steht. Mit großem Einsatz in Abwehr und Angriff hielt die Mannschaft gegen einen der Top-Favoriten auf den Aufstieg sehr gut mit.

Am kommenden Sonntag steht die TSG vor der nächsten großen Hürde. Um 18.00 Uhr muss man bei Titelanwärter SG Rot-Weiss Babenhausen antreten. Die SG hat bereits zwei Spiele verloren und steht damit unter Zugzwang, denn mit einer Niederlage würde der Rückstand auf die Tabellenspitze auf vier Punkte anwachsen. Babenhausen zeichnet sich vor allem durch totale Offensive mit Tempohandball aus. Die Mannschaft freut sich auf zahlreiche Unterstützung ihrer Anhänger und wird alles geben, die Tabellenführung eine weitere Woche zu verteidigen.

Es spielten:

TSG: Wösthoff, D. Nastos; Bagnara, S. Lenort, Führ (1), Vogt, Wilde (1), Vogel (3), P. Nastos (6), Kleimann (3), N. Lenort (12/5), Heckmann (1), Denhard (2) – Auf der Bank: Hans Kaiser

TV: Zimmer, Kiß; Benz, Seipel (4), Bursuc, Lieb (7), Eckert (2), Sandru (1), Göbel (5/4), Jeler (4), Kovaci (3), Göbel, Almeida, Schümann (4)

Spielfilm: 0:2; 1:3; 3:3; 6:5; 8:10; 12:14; 15:14 – 15:15; 17:15; 17:18; 18:20; 22:22; 27:27; 27:29; 29:29

Siebenmeter: 5/5 – 4/6

Zeitstrafen:      4 – 6

Zuschauer:      300