Ein in der Anfangsphase ausgeglichenes Spiel dominierten mit zunehmender Spieldauer die Damen der TSG Bürgel. Mit ihrer sehr gut aufgestellten 3-2-1-Abwehr erkämpften sie sich immer wieder den Ball und ließen kein Kombinationsspiel der TG Hanau zu. Einzig die nicht immer überzeugenden Distanzschüsse des Gegners fanden den Weg ins Bürgeler Tor. Im Spiel nach vorne wirkte es, als ob die TSG mit angezogener Handbremse spielte. Zu selten wurden strukturierte Angriffe vorgetragen und auch das Tempospiel gegen einen im Rückzug langsamen Gegner wurde nicht zielstrebig verfolgt. So leistete sich Bürgel immer wieder einfach Ballverluste oder rannte sich in der gegnerischen Abwehr fest. Über 1:0, 3:4, 7:6, 7:9 ging es mit 8:9 in die Pause, wobei sich die TSG des öfteren hätte mit 3-4 Toren absetzen können.

Im Zweiten Abschnitt deutete alles auf die ersten beiden Punkte hin. Beim 8:10, 11:13 und 12:14 verpasste es Bürgel aber wiederum, den Sack zu zu machen und dem Gegner davon zu ziehen. Plötzlich wurde die Verantwortung im Angriffsspiel an den Nebenmann weitergegeben und kaum eine Spielerin setzte die Abwehr der TG Hanau unter Druck. Einzig Merit Specht zeigte in dieser Phase eine couragierte Leistung und suchte die Lücken in der gegenerischen Abwehr, die sie auch immer wieder fand. Ein ums andere Mal wurde sie unsanft gebremst und Bürgel ein Starfwurf nach dem anderen zugesprochen, die von Jana Kopp alle sicher verwandelt wurden. Die ebenfalls resultierenden Zeitstrafen für die Gastgeber war Bürgel nicht in der Lage auszunutzen. Es war keine Führung im Spiel nach vorne erkennbar und es fand zu wenig Bewegung und Druck im Angriffsspiel gegen die in Unterzahl agierende TG Hanau statt. Sein übriges zu der schwachen Leistung der TSG-Damen tat dann die Männermannschaft der TG Hanau hinzu, die direkt neben dem Spielfeldrand stand und sowohl den Schiedsrichter lautstark beeinflusste (der darauf hin einige eindeutige Strafwürfe für die TSG verweigerte und auch sonst unglücklich agierte) wie auch die Gästespielerinnen verbal angriff. In der hektischen Schlußphase entglitt den Bürgeler Damen das Spiel völlig und so mußte man mit einem 17:16 und leeren Händen wieder nach Hause fahren.

Diese beiden Punkte hätten nicht nur geholt werden können sondern geholt werden müssen!

Es spielten: D.Rieth, P.Bender, D.Margetic, E.Specht (1), L.Kaiser (2/1), K.Hahn (1), C.Jöckel, P.Stenger, J.Kopp (7/7), L.Hoddersen (3), B.Fenn (1), A.Schweedt, M.Specht (1), M.Rümmelein