Die Vorzeichen standen schlecht, musste die TSG mit Felix Heckmann, Dominik Führ und Sven Lenort auf gleich drei Spieler und somit Wechselmöglichkeiten verzichten. Dank der Rückkehr des lange verletzten Boris Wolf konnte aber zumindest ein Platz im Kader aufgefüllt werden. Trotz der dünnen Personaldecke erwischte Bürgel einen guten Start. Die offensive Variante der 3-2-1-Deckung hielt den starken Rückraum des TV unter Kontrolle, nur über Einzelaktionen und aufgrund individueller Fehler der TSG-Akteure kam Asbach zu Torerfolgen. Im Angriff waren die Gäste vor allem dann erfolgreich, als sie über Tempo die noch unsortierte Abwehr der Asbacher ausspielen konnte. Da dies über weite Strecken der ersten Hälfte gut gelang, ging man mit einer verdienten 16:14-Führung in die Pause.

Nach Wiederanpfiff dann die stärkste Phase der TSG. Aus einer konzentrierten Defensive gelang es, weiterhin über hohes Tempo zu spielen und den Vorsprung beim 17:21 auf vier Tore auszubauen. Leider fiel die Mannschaft nach dieser Führung, sicher auch wegen schwindender Kräfte, da im Rückraum kaum gewechselt werden konnte, in ein Konzentrationsloch und lud Asbach mit leichten Fehlern ein, zurück ins Spiel zu kommen. Erst beim 22:22 fing sich die Mannschaft wieder und hielt bis in die Schlussphase mit dem immer stärker werdenden Gegner mit.

Beim Stand von 30:30 gelang es der TSG sogar, den Ball zu erobern und man hatte die Möglichkeit, das Spiel im letzten Angriff zu seinen Gunsten zu entscheiden. Doch aufgrund eines technischen Fehlers gab man dem TV den Ball und somit die Siegchance zurück. Diese ließ sich die erfahrene und clevere Mannschaft nicht nehmen, spielte die Zeit runter und traf mit dem letzten Wurf zum 31:30-Sieg.

Nach dem Spiel bleibt festzuhalten, dass die TSG im Vergleich zur Vorwoche ein völlig anderes Gesicht zeigte und mit dieser starken Leistung mindestens einen Punkt verdient gehabt hätte. Vor allem auf der Leistung in der zweiten Hälfte, in der sich die Mannschaft gegenseitig stärkte und aushalf, lässt sich aufbauen. Tritt die Mannschaft in den verbleibenden Spielen des Jahres so auf, wird sie schon bald zurück in die Erfolgsspur kommen.

Am kommenden Sonntag muss die TSG die weiteste Auswärtsfahrt der Saison auf sich nehmen. Um 18.00 Uhr ist Anpfiff beim heimstarken TV Lampertheim. Der TV steht aktuell mit 6:12 Punkten auf dem zwölften Rang ist, aber vor allem in eigener Halle nicht zu unterschätzen. Die Mannschaft freut sich auf die Unterstützung ihres tollen Fans!

Es spielten:

TV: Figlus, Meyer; Weber (6), Lortz, Trautmann (4), Weigand (5), Heyd, Kaczmarek (2), Köhler (4), Breitmeier (3), Lang (4/1), Jöckel (4/4)

TSG: D. Nastos, Wösthoff; Bagnara (3), Wolf (5) Vogt, Wilde (4), Vogel (1), P. Nastos (1), Kleimann (1), N. Lenort (10/5), Denhard (5/1), Hock – Auf der Bank: Kai Siegordner

Spielfilm: 1:0; 2:1; 2:4; 4:7; 8:10; 10:10; 13:13; 14:16 – 15:18; 17:21; 22:22; 25:25; 28:28; 30:30; 31:30

Siebenmeter:5/6 – 6/6
Zeitstrafen:7–6
Zuschauer:150