Beide Mannschaften kamen schnell ins Spiel und waren vor allem im Angriff sofort auf der Höhe. So entwickelte sich ein für die Zuschauer sicher interessantes, weil torreiches Spiel. Was die Trainer auf beiden Seiten jedoch zur Verzweiflung trieb, war die Abwehrarbeit ihrer Schützlinge. Während Nieder-Roden häufig aufgrund körperlicher Unterlegenheit den Kürzeren zog, lag es bei den Gastgebern an zu passivem Abwehrspiel, dass in der ersten Hälfte in Summe bereits 41 Tore fielen. Da es der TSG in den Schlussminuten von Abschnitt eins gelang, die Abwehr etwas zu verbessern, ging man mit einem 3-Tore-Vorsprung in die Pause (22:19).

Nach dem Wechsel waren es aber die Gäste, die deutlich besser in der Abwehr standen, während die TSG wieder zu passiv agierte. So nutzte die HSG Mitte der zweiten Halbzeit einen 10:3-Lauf um das Spiel von 27:23 auf 30:33 zu drehen. Angespornt von dem Rückstand wurde der Kampfgeist der Bürgeler Mannschaft geweckt. So kämpfte man sich zurück ins Spiel (35:35). In der Schlussphase leisteten sich die Hausherren aber einige Konzentrationsfehler, die sicher auch mit der Intensität des Spiels zu tun hatten, welche Nieder-Roden nutzte, um auf 35:37 vorzulegen. Mit einem Schlussspurt glich man das Spiel aber 10 Sekunden vor dem Ende aus und freute sich über eine glückliche Punkteteilung, die über die gesamte Spieldauer gesehen aber für beide Seiten in Ordnung geht.

„Die Mannschaft hatte sich für ihr letztes Heimspiel des Jahres einiges vorgenommen und den Zuschauern ein tolles Spiel geboten”, resümiert TSG-Betreuer Hans Kaiser. „Leider haben wir uns in der Schlussphase mit technischen Fehlern und überhasteten Aktionen selbst um den Sieg gebracht.” Mit dem bisherigen Verlauf der Saison kann die TSG aber dennoch sehr zufrieden sein, denn nach zwölf von 26 Spielen stehen die Chancen für die TSG gut, ihr Ziel „Klassenerhalt” frühzeitig zu erreichen.

Die Mannschaft verabschiedet sich von ihren Zuschauern für das Jahr 2012 und wünscht allen Unterstützern, Gönnern und Freunden eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Den Spielbetrieb nimmt die TSG bereits am 13. Januar mit einem Nachholspiel gegen die HSG Stockstadt/Mainaschaff (11./11:13) wieder auf. Anpfiff ist um 18.00 Uhr in Mainaschaff.

Es spielten:

TSG: D. Nastos, Wösthoff; Bagnara (2), S. Lenort, Wolf (3), Vogt (2), Wilde (1), Vogel (2), P. Nastos (6), Kleimann, N. Lenort (16/4), Heckmann (4), Denhard (1), Hock – Auf der Bank: Hans Kaiser

HSG: Hildebrand, Rhein; Seitel (6), Weitz (1), Ott (2), Staab (3), Steinheimer (8), Engel (1), Wade (1), Meincke (6), Knaf, Markovic (1), Schrod (8/2)

Spielfilm: 1:0; 4:4; 4:6; 8:8; 13:13; 17:14; 22:19 – 23:19; 27:23; 27:27; 30:30; 30:33; 34:34; 35:37; 37:37

Siebenmeter: 4/4 – 2/3

Zeitstrafen:      3 – 4

Zuschauer:      200