Beide Teams wirkten verschlafen, die Spritzigkeit in Kopf und Beinen wollte nicht so richtig und es entwickelte sich ein zähes Spiel. In den ersten 20 min konnte sich die TSG trotzdem mit einen 2:11 Vorsprung absetzen. Hauptgrund hierfür waren die vielen technischen Fehler der Gastgeber im Spielaufbau, der sie kaum gefährlich vor das Bürgeler Tor brachte und den TSG-Mädchen einfache Gegenstoßtore ermöglichte. Bürgel legte zwischenzeitlich einen 8:0 Lauf hin, in dem teilweise schöne Kombinationen im Angriff gegen die offensive 5:1-Abwehr der HSG gezeigt wurden. Jedoch ließen die Kräfte der Spielerinnen der TSG nach, sie wurden immer unkonzentrierter im Rückzug und in der Abwehr. Im Angriff wurde nicht mehr druckvoll gespielt und leichtfertigt schenke man die Bälle ab. Somit konnte die HSG bis auf 6:13 zur Halbzeit verkürzen.

In der Halbzeit war man sich eining, dass noch nichts gewonnen war. Wie so oft startete Bürgel schwach in die zweite Hälfte. Trotzdem schien beim 9:19 in der 40. Minute das Spiel zu Gunsten der TSG entschieden. Die HSG agierte nun noch offensiver in der Deckung und attackierte den Bürgeler Spielaufbau in einer Art Manndeckung schon an der Mittellinie. Die TSG-Mädchen kamen damit überhaupt nicht zurecht und wirkten mittellos gegen die nun viel frischer wirkende HSG. Diese nutzte den Überraschungseffekt aus und ergatterte sich immer den Ball oder provozierten Fehlpässe. Die TSG konnte sich in dieser Phase glücklich schätzen, dass Weiterstadt einige freie Torchancen nicht nutzte. Über 13:21 und 17:22 kam die HSG beim 21:23 noch einmal gefährlich nah ran, auch weil die TSG wenn sie bis vor das gegnerische Tor kam, den Ball nicht darin unterbringen konnte. Die Bürgeler Mädchen fingen sich in den letzten 10 Minuten wieder, setzten die Vorgaben der Trainer im Angriff um und spielten ansehnlich mit Tempo und Laufbereitschaft die Lücken vor dem gegnerischen Tor aus. Auch das zuvor fehlende Auge für die freien Mitspieler funktionierte wieder und man konnte sich bis zum Ende des Spiels wieder auf 23:29 absetzen und gewann.

Es spielten: F. Schäfer, D. Hose (1), L. Hof, L. Demes (4/3), L. Cölsch (1), M. Güven (2), M. Specht (3), D. Mastroserio (6), L. Hoddersen (3), J. Weber (1), K. Schirmeister (2), S. Sattler (4), M. Rümmelein (2)