Die TSG startete furios in die Partie. Aus einer starken Defensive, die Pfungstadt immer wieder zu Fehlern und schlechten Abschlüssen zwang, gelangen zahlreiche Tore aus der 1. und 2. Welle. Folge war eine 8:0-Führung in der 15. Minute und ein Gegner der mit seinem Latein am Ende schien. Doch in Folge ließ der Gastgeber klarste Torchancen ungenutzt, was der TSV nutzte, um ins Spiel zu finden. So verkürzten die Gäste zwischenzeitlich auf 11:7. In den Schlussminuten gelang es der TSG aber, die Schwächephase abzuschütteln und mit einem Polster von sechs Toren in die Pause zu gehen (15:9).

Da man die erste Minute der 2. Halbzeit in Überzahl war, lautete die Vorgabe, direkt nachzulegen und so dem Gegner früh den Zahn zu ziehen. Allerdings verschlief man den Start in Durchgang zwei vollkommen. Pfungstadt dagegen legte einen 4:0-Lauf hin und war wieder im Spiel. Im Anschluss tat sich Bürgel immer schwerer mit der offensiv agierenden 3:2:1-Abwehr der Pfungstädter und war zudem nicht mehr in der Lage, leichte Tore aus dem Tempospiel zu erzielen. So gelang der Gästen beim 19:19 der Ausgleich und beim 20:21 gar die erste Führung. Bürgel setzte alles daran zurück ins Spiel zu kommen, musste jedoch in den letzten 20 Minuten 7 Zeitstrafen aus teilweise fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen hinnehmen. Die ständige Unterzahl führte dazu, dass man den Kopf verlor und den clever agierenden TSV Pfungstadt auf 25:29 davon ziehen lassen musste.

Mit einer offensiven Deckung über das ganze Feld in den letzten 5 Minuten gelang es Bürgel aber dennoch, ausreichend häufig in Ballbesitz zu kommen, um das Spiel dennoch als Sieger beenden zu können. Doch wie schon in der Schlussphase der 1. Halbzeit wurden einhundertprozentige Torchancen liegen gelassen. So reichte es am Ende nur noch zu Ergebniskosmetik.

Rückblickend muss man eingestehen, dass in der chaotischen Schlussphase die Gäste um ihren erfahrenen Mittelmann Ubiparip einfach die clevere Mannschaft waren. Pfungstadt gelang es in der zweiten Halbzeit besser, die durch die Schiedsrichter unnötig ins Spiel gebrachte Hektik und Unruhe auszublenden und weiter das eigene Spiel durchzuziehen. Doch kann man einer jungen Mannschaft nur teilweise mangelnde Erfahrung vorwerfen. Schwerer wiegen dagegen die vielen klaren Torchancen, die ungenutzt blieben. Mit nur zwei von über zehn vergebenen Würfen mehr verwandelt, wäre die TSG als Sieger vom Platz gegangen.

In der kommenden Woche ist wegen dem Faschingswochenende in der Landesliga spielfrei. Das nächste Spiel der TSG findet am Samstag, den 16.2., um 19.30 Uhr bei der HSG Maintal statt. Die stark abstiegsbedrohten Maintaler (4:28 Punkte) haben dieses Wochenende überraschend gegen Gelnhausen II gewonnen und damit bewiesen, die Saison noch nicht abgehakt zu haben. Für die TSG gilt es also mit voller Konzentration in die Partie zu gehen, um keine böse Überraschung zu erleben. Zum Derby auf der anderen Mainseite hofft die Mannschaft auf die zahlreiche Unterstützung ihrer vielen Anhänger!

Es spielten:

TSG: D. Nastos; Bagnara, Wolf (4), Vogt (1), Wilde (2), Vogel (1), P. Nastos (7), Kleimann (2), N. Lenort (6/2), Heckmann (1), Denhard (5/3), Hock – Auf der Bank: Reinhard Walter

TSV: Becker, Bartylak; Jaksic, Gandenberger (4), Ochs (5/3), Buscetta, Kohlmann (2), Mehring (3), Jankovic (9), Damm (2), Meise, Ubiparip (3), Jayla (3), Schwarz

Spielfilm: 8:0; 8:3; 11:7; 13:9; 15:9 – 15:13; 18:14; 18:17; 20:22; 22:25; 25:29; 27:29; 27:30; 29:30

Siebenmeter: 5/6 – 3/3

Zeitstrafen:      8 – 9

Zuschauer:      250