Bürgel kam gut ins Spiel, ließ sich aber schnell von der offensiven Deckung gegen Nils Lenort aus dem Konzept bringen. Folge waren Ballverluste, die Roßdorf nutzte, um in Führung zu gehen. Zudem wurde im Angriff mit zu wenig Druck gespielt, sodass man sich mit dem Tore werfen schwer tat. Die Abwehr arbeitete ebenfalls nicht wie geplant als Einheit und die Gäste kamen immer wieder zu leichten Toren. Nach einer Auszeit agierte die TSG in der Offensive druckvoller und entwickelte Torgefahr aus dem Rückraum. Die Abwehr funktionierte ebenfalls besser und der 4-Tore-Rückstand (8:12) wurde beim 14:14 wieder ausgeglichen. Bis zur Pause gelang es sogar, selbst in Führung zu gehen.

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem es immer wieder Unentschieden stand. In den Schlussminuten war dann die TSG in der Lage, in der Abwehr zuzulegen und Roßdorf zu stoppen. Dies nutzte der Angriff, um clever herausgespielte Tore zu erzielen und beim 34:31 die vermeintliche Vorentscheidung herbei zu führen. 80 Sekunden vor Schluss stellte Roßdorf aber auf Manndeckung um und Bürgel ließ sämtliche zuvor gezeigte Cleverness vermissen. Anstatt ruhig zu bleiben und Zeit von der Uhr zu nehmen, verlor man zwei Mal den Ball und vergab eine hundertprozentige Torchance. Der letzte Ballverlust führte zu der oben beschriebenen Szene, sodass die TSG die letzten 15 Sekunden zwar in Unterzahl, dafür aber mit sortierter Defensive bestritt. Der letzte Angriff der SKG wurde unterbrochen, ein direkter Freiwurf geblockt und somit der Sieg festgehalten.

Die Mannschaft zeigte gegen den unbequemen Gegner und dessen ungewöhnliche Abwehrformation eine durchwachsene Leistung, war aber dennoch in der Lage, das Spiel offen zu gestalten. Leider wurden in den letzten fünf Minuten zwei Gesichter gezeigt, die unterschiedlicher kaum sein können. Zunächst im Stile einer Spitzenmannschaft einen Vorsprung erspielt, dann wie eine Jugendmannschaft den Kopf und fast noch das Spiel verloren. Wiederum eine schmerzliche Lektion, aus der die junge Mannschaft ihre Lehren ziehen muss.

Am kommenden Sonntag muss die TSG beim Tabellenführer aus Fränkisch-Crumbach antreten. Anpfiff ist um 18:00 Uhr in Reichelsheim. Der TV ist in eigener Halle noch unbesiegt und überzeugt sowohl mit guten Rückraumschützen als auch starkem Zusammenspiel. Auf die TSG wartet eine schwere Aufgabe, wird aber alles geben, Fränkisch-Crumbach die erste Heimniederlage beizufügen. Dabei hofft die Mannschaft auf die zahlreiche Unterstützung ihrer Anhänger!

TSG: Wösthoff, D. Nastos; Bagnara (2), S. Lenort (4), Wolf (3), Vogt (1), Wilde (2), Vogel (5), P. Nastos (5), Kleimann, N. Lenort (6/4), Heckmann (6), Denhard, Hock

SKG: Englert, Stelzer; Metzen, Mittelstädter (4/1), Schöber (6/2), Bickert (2), Laub (1), R. Ruhl (11/3), D. Ruhl, Klein (4), Körner (5), Reimann, Schmit

Spielfilm: 0:1; 4:1; 4:5; 8:12; 14:14; 19:18 – 19:19; 22:22; 25:25; 29:29; 31:29; 31:31; 34;31; 34:33

Zeitstrafen: 8 – 3

Strafwürfe: 4/4 – 6/8

Zuschauer: 200