Beide Mannschaften schienen an diesem Abend einen Pakt geschlossen zu haben, so wenig Tempo wie möglich auf das Parkett zu bringen. So entwickelte sich ein mit wenigen handballerischen Highlights gespicktes Spiel, in dem die TSG-Damen kaum auf Gegenwehr der Gäste stießen. Bürgels stärkste Waffe war, wie in vielen Spielen zuvor, eine kompakte und aggressive Abwehr mit einer guten Torfrau dahinter. Die TG konnte kaum ein gefährliches und druckvolles Angriffsspiel aufziehen. Häufig blieb der Ball in der Bürgeler Deckungsreihe hängen oder war sichere Beute für die Torfrau. So ging Bürgel schnell mit 3:1 in Führung, die kontinuierlich über 7:3 und 9:4 auf 11:5 bis zum Halbzeitpfiff ausgebaut werden konnte. Diese Führung hätte weitaus höher ausfallen können, allerdings wurden immer wieder freie Chancen nicht genutzt.

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild kaum. Bürgel spielte mit angezogener Handbremse und tat im Angriff nur das Nötigste. Zu wenig Bewegung und der absolute Wille zum Tor fehlten ebenso wie die letzte Konsequenz im Abschluß. Da die Defensive aber weiterhin gut funktionierte, war auch nicht mehr erforderlich. Die Führung konnte über 13:6 und 18:10 weiter ausgebaut werden und am Ende hieß es 19:11 für die TSG. Dies zeigt, dass die Mannschaft in den vergangenen Wochen gereift ist und viel dazu gelernt hat. Zu Beginn der Saison hätte es durchaus ein Zitterspiel geben können mit unklarem Ausgang. Aber gestern war eigentlich schon nach 10 Minuten klar, dass Bürgel als Sieger aus dieser Partie heraus gehen würde und sich in der Tabelle weiter von den Abstiegsrängen distanzieren kann.

Es spielten: Rieth, Bender-Röhr (1), Margetic (2), Schweedt, Lange (1), Jöckel (2/1), Tschotschek (1), Hoddersen (3), Elbert, Fenn-Nubert (1), Specht (1), Mastroserio, Rümmelein (7/4)