Am Wochende empfingen die Damen 1 der TSG Bürgel die Frauen der SG Hainburg. Nach der unglücklichen Niederlage am vergangenen Wochenende sollten endlich die ersten 2 Punkte eingefahren werden.

Von Beginn an wirkten die TSG-Damen weder spritzig in den Beinen noch fit im Kopf. Jede Aktion wirkte wie in Zeitlupe, das Engagement beschränkte sich auf das nebeneinander Herlaufen und der Siegeswille war so gut wie nicht vorhanden. Die acht Feldspielerinnen aus Hainburg mussten sich nicht großartig in der Abwehr anstrengen, um die zaghaft vorgetragenen Angriffe der TSG im Keim zu ersticken. Die Bürgeler Damen schienen im Angriff eher Parteiball zu spielen, statt mit Bewegung und Druck aufs Tor ziehen zu wollen. Auch im Angriff mussten die Gäste nicht zaubern, um immer wieder zu einfachen Torwürfen und auch Toren zu kommen. Bezeichnend dafür war, dass der Gast vier Mal bei drohendem Zeitspiel völlig unvorbereitet und unplatziert aufs Tor warf und der Ball jedes Mal auch den Weg in dieses fand. Die Bürgelerinnen wirkten wie im Kino: man sah schön zu was der Gegner machte und wo der Ball hin flog, aber sich in Bewegung setzen und dies unterbinden, war nicht möglich. So konnte die SG beim 2:3 erstmals in Führung gehen und baute diese stetig über 3:9 bis auf 9:14 zur Halbzeit aus.
Die TSG gab das Spiel noch nicht verloren und zeigte Moral. Allen voran war es Jana Kopp, die im Angriff nun immer wieder druckvoll und mit großem Willen die Freiräume der SG-Abwehr ansteuerte und zum Torerfolg kam. Diese Einsatzbereitschaft steckte das gesamte Team an und plötzlich wurde aufopferungsvoll gekämpft. Im Angriff suchte jeder seine Torchance oder fand das Auge für den freien Mitspieler. In der Defensive wurde der Gegner nun frühzeitig attackiert und am Torwurf gehindert. Durch viel Laufbereitschaft konnten in der Deckung einfache Ballgewinne erzielt werden, die mit einer schnellen ersten Welle zu einfachen Toren genutzt wurden. Bürgel näherte sich der SG Tor um Tor und beim 18:18 konnte erstmalig der Ausgleich erzielt werden. In der spannenden Endphase war es unter anderem Christine Jöckel, die am 7m-Punkt die Nerven behielt und alle ihre 5 Strafwürfe verwandelte. Auch der Rest des Teams ließ sich nicht in Hektik versetzen, bewahrte den Überblick und bestimmte das Spielgeschehen. Mit dem 23:21 30 Sekunden vor Schluss war der Sieg eingefahren und der Mannschaft fiel ein großer Stein vom Herzen.
Es spielten: Rieth, Kroth, E. Specht (2), Kaiser, Margetic, Jöckel (6/5), Tschotschek (3), Kopp (7), Cölsch, Hoddersen (4), Fenn-Nubert, M. Specht (1), Mastroserio, Rümmelein
7m: 8/5 – 5/5
Zeitstrafen: 1 – 5
Spielfilm: 1:0; 2:1; 2:5; 3:9; 5:10; 7:11; 7:14; 9:14 – 11:14; 14:17; 18:18; 21:20; 21:21; 23:21; 23:22