Die Bürgeler Damen traten am 7. Spieltag der BOL bei der TG Hanau an, die noch immer auf ihren ersten Punktgewinn wartet. Mit einem klaren 15:35 (8:15)-Erfolg holte man den dritten Sieg in Folge.

Der Tabelle nach, sollte die Begegnung eine klare Angelegenheit sein und genutzt werden, um Spielabläufe weiter zu automatisieren und allen Spielerinnen ausreichend Spielanteile zu geben. Mit einer 5:1-Abwehr beginnend, konnte man dem Gegner zu Anfang einige leichte Ballverluste aufdrängen und diese mit Tempogegenstößen zu einfachen Toren nutzen. So konnte sich die TSG schnell auf 0:5 absetzen. Danach wurden die Mädels in der Abwehr allerdings etwas nachlässig. Man ließ die TG spielen und zu nah an das Tor kommen. Auch fehlte es an Aufmerksamkeit, den Ball abzufangen oder frühzeitig die Räume in der Defensive zu schließen. Im Positionsangriff tat man sich schwer, da auch hier die Spritzigkeit und Laufbereitschaft mit der sicheren Führung im Rücken nachgelassen hatte. Oftmals fehlte die Präzision im Abschluss. Das Spiel schleppte sich dahin, wobei Bürgel über 2:7 und 5:11 bis zur Halbzeit auf 8:15 davon ziehen konnte.
Nach der Halbzeitpause wurde die Abwehr der TSG auf eine 4:2-Variante umgestellt, um das Spiel schneller zu machen und den Druck auf den Gegner zu erhöhen. Die Umstellung fruchtete. Ein ums andere Mal konnte der Ball abgefangen werden oder Hanau wurde zu technischen Fehlern gezwungen. Beim Umschalten in den Angriff wurde das Spielfeld druckvoll und schnell überbrückt und die Gastgeber konnten nur noch zuschauen, wie die TSG-Damen immer wieder aus besten Wurfchancen einnetzten. Die Bürgeler Damen zeigten, dass sowohl das Auge für den besser postierten Mitspieler als auch der eigene Zug zum Tor auf allen Positionen vorhanden war. Und auch im gebundenen Angriffsspiel wurde immer wieder schön kombiniert. So erspielte man sich beim 9:19 erstmals einen 10-Tore-Vorsprung, der über 13:29 auf einen 20-Tore-Unterschied zum Endstand von 15:35 kontinuierlich ausgebaut wurde.
Es spielten: Rieth, Elbert; Mastroserio (6), E. Specht (2), Kaiser (1/1), Margetic (1), Jöckel (6/4), Tschotschek (4), Kopp (7), Cölsch (1), Fenn (3), M. Specht, Rümmelein (4)
Zeitstrafen: 1 –2
Siebenmeter: 7/5 – 6/5
Spielfilm: 0:5; 2:7; 4:9; 5:12; 7:13; 8:15 – 8:17; 10:20; 11:23; 12:28; 14:31; 15:35