Gegen den Tabellenführer aus Seligenstadt hatten die Bürgeler Damen nichts zu verlieren, rechnete doch jeder mit einer klaren Angelegenheit für die Gäste, die schon das Hinspiel mit 27:20 für sich entschieden. Aber die TSG-Mädels wollten es der FSG so schwer wie möglich machen, die Punkte mitzunehmen, was ihnen auch gelang. Letztlich verlor man knapp mit 25:27.
Von Beginn an standen die TSG-Damen aggressiv, wach und beweglich in der Abwehr. Die 4:2-Formation sollte die starke Rückraumschützin der FSG aus dem Spiel nehmen und den Spielfluss stören, was sehr gut funktionierte. Einzig die Torhüter waren in den ersten 30 Minuten nicht im Spiel, wodurch Seligenstadt einige Tore erzielte, die vermeidbar waren. Aus der Deckung agierte Bürgel schnell nach vorne und kam über viel Bewegung im Angriff und schönes Kombinationsspiel immer wieder zu guten Torchancen. Leider wurde beim Abschluss entweder zu ungenau mitten auf die Torhüterin oder zu genau auf den Pfosten gezielt. Bis zum 6:6 war es die TSG, die das Spiel dominierte. Eine kurze unkonzentrierte Phase in der Abwehr ermöglichte es den Gästen auf 6:12 davon zu ziehen, wobei hier auch einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen beitrugen. Die TSG-Damen fanden aber nach einer Umstellung der Abwehr wieder zu ihrer Linie zurück und konnten den Rückstand bis zur Halbzeit auf 12:16 verkürzen.
Im zweiten Abschnitt stand die Abwehr weiterhin sehr gut und auch Dani im Tor konnte ihre Leistung steigern. So kam bei den Gästen kaum noch ein strukturiertes Angriffsspiel zu Stande, nur über Einzelleistungen, die nicht immer regelkonform waren, kam die FSG zum Torabschluss. In der Offensive zeigte sich Bürgel weiterhin beweglich und mit Überblick, leider war das Pech im Abschluss in der Halbzeit nicht gewichen, insgesamt landete der Ball acht Mal am Pfosten, so dass sich die Bürgeler Damen immer wieder um den Lohn ihrer Arbeit brachten. So kam die TSG nie weiter als auf drei Tore heran, was auch daran lag, dass der Rückraum bis auf Michelle zu wenig Torgefahr ausstrahlte. Beim 19:24  schien die Partie entschieden, doch Bürgel raffte sich noch mal auf, kämpfte um jeden Ball und Zentimeter auf dem Spielfeld und zog das Tempo noch einmal an. Beim 22:24 war man endlich auf Tuchfühlung und beim 25:26 bahnte sich eine Minute vor Ende eine Überraschung an. Leider fand der letzte Siebenmeter kurz vor Schluss nicht den Weg ins Tor und so verloren die TSG-Damen 25:27. Ein Sieg oder eine Punkteteilung wäre verdient gewesen.
Es spielten: Rieth, Kroth; D.Mastroserio, Frank, Specht 5, Kaiser, Margetic, Jöckel, Tschotschek, Kopp 6/3, Hoddersen 6, Fenn, V.Mastroserio, Rümmelein 8/2
Zeitstrafen: 1 – 2
Spielfilm: 0:1; 3:1; 4:5; 6:6; 6:12; 9:14; 12:16 – 13:16; 13:19; 16:19; 16:21; 19:21; 19:24; 22:24; 25:26; 25:27