Am Samstag gastierte mit der TG Hanau das Schlusslicht der BOL in der Sportfabrik. An einem Sieg der TSG-Damen sollte vor dem Spiel schon keiner zweifeln. Anders als in den vergangenen Wochen trat der Gast in Bürgel mit einer vollen Bank an und schlug sich beim 31:11 wacker.

Mit einer 3:2:1-Abwehr wollte die TSG die Spielerinnen aus Hanau zu leichten Ballverlusten zwingen und diese mit einer schnellen ersten und zweiten Welle zu einfachen Toren  nutzen. Anfangs funktionierte das nur bedingt, da in der Abwehr die Konzentration bei den langen Gästeangriffen immer wieder verloren ging und Hanau vor allem über Außen zu oft zum Torwurf kam. Allerdings entschärfte Sophia Kroth im Bürgeler Tor ein ums andere Mal die nicht zwingenden Würfe auf ihren Kasten. Im eigenen Angriffsspiel machte die TSG viel Tempo, ließ gut den Ball laufen und kam im erweiterten Gegenstoß zu einfachen Toren. So stand es schnell 7:1 und als die Ballgewinne in der Defensive zunahmen, nutzte man auch gnadenlos die erste Welle zu schnellen Toren, was sich beim 14:4 auf der Anzeigentafel widerspiegelte. Nach 30 Minuten hieß es nur 17:5, was daran lag, dass Bürgel immer wieder Großchancen im Angriff liegen ließ.

Die zweite Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten 30 Minuten. Hanau kämpfte tapfer, konnte allerdings weder im Angriff noch in der Abwehr das TSG-Team vor große Probleme stellen. 31:11 war schließlich der Endstand. Wenn man bedenkt, dass Bürgel knappe 20 gute Torchancen unter anderem drei Siebenmeter und acht Gegenstöße nicht nutzte, ist das Ergebnis nicht befriedigend.

In diesem Spiel war jedoch das Ergebnis zweitrangig, wichtiger war es, allen TSG-Spielerinnen ausreichend Spielanteile zu geben, verschiedene Positionen und Kombinationen auszuprobieren und Spaß auf dem Feld zu haben. Erfreulich, dass sich fast jede Spielerin in die Torschützenliste eintragen konnte.

Es spielten: Kroth, D.Mastroserio 4, Specht 5, Kaiser 2/1, Margetic 1, Tschotschek 7, Kopp 4, Güven 1, Fenn 3, Frank 1, V.Mastroserio, Rümmelein 3/1

Zeitstrafen: 2 – 2

Siebenmeter: 5/2 – 5/1

Spielfilm: 1:0; 7:1; 11:2; 14:4; 17:5 – 22:5; 25:7; 27:10; 31:11