Am gestrigen Samstag empfingen die Bürgeler Damen zum letzten Saisonspiel den HSV Götzenhain. Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit für die TSG und auch nach der aktuellen Tabellensituation hätte man von sicheren 2 Punkten ausgehen können. Am Ende war man beim 23:23 mit dem einen Punkt gut bedient.

Mit einer 3:2:1-Abwehr wollte Bürgel den Gegner zu technischen Fehlern zwingen und leichte Ballgewinne einfahren, was auch in den ersten 5 Minuten gut funktionierte. Über Tempogegenstöße gingen die Hausherrinen schnell 3:0 in Führung und es schien alles nach Plan zu laufen. Dann kam aber ein unerklärlicher Bruch ins Spiel der TSG. In der Abwehr agierte man viel zu passiv und ohne die nötige Aggressivität, sodass der HSV sich immer wieder durchsetzen und erfolgreich abschließen konnte. Beim 3:3 war wieder alles offen und jetzt waren die Gäste das spielbestimmende Team. Im eigenen Angriff spielte Bürgel weiterhin mit vielen Kreuzbewegungen und gutem Auge für den freien Mitspieler. Leider konnte aus den guten Chancen kein Kapital geschlagen werden, da man immer wieder an der gegnerischen Torfrau scheiterte. So lag die TSG beim 8:11 erstmals mit drei Toren zurück. Bis zur Halbzeit rannte man einem Rückstand hinterher, mit einem alles offen haltenden 15:15 wurden dann die Seiten gewechselt.

Mit neuem Elan wollten die Mädels in die letzten 30 Minuten dieser Saison starten, wieder waren es aber die Gäste, die zeigten was Wille, Einsatzbereitschaft und Kampf hieß. Kein einziges Mal mehr konnte die TSG einen Ausgleich erzielen und lag kontinuierlich mit zwei bis drei Toren zurück. Grund dafür war weiterhin die katastrophale Chancenauswertung. Eine Umstellung der Abwehr in eine 4:2-Variante brachte zwar den gewünschten Erfolg, das Angriffsspiel des HSV stockte und man bekam leichte Ballgewinne. Diese Chancen vertendelte man aber leichtfertig, indem man zu viele unstrukturierte Aktionen und  zu schnelle Abschlüsse im Angriff fabrizierte. 10 Sekunden vor dem Ende erzielten die Bürgelerinnen den glücklichen und erlösenden 23:23 Ausgleich.

Es spielten: Rieth, Kroth, D.Mastroserio, Specht, Kaiser 1, Jöckel 2, Tschotschek 4/1, Margetic 1, Kopp 4/3, Cölsch, Hoddersen 6, Fenn, V.Mastroserio, Rümmelein 5/2

Siebenmeter: 9/6 – 2/2

Zeitstrafen: 1 – 2

Spielfilm: 3:0; 3:3; 4:3; 5:6; 8:8; 8:11; 11:14; 15:14; 15:15 – 15:18; 18:19; 19:22; 21:22; 21:23; 23:23