Die 1. Herren der TSG Offenbach-Bürgel sind in der Landesliga Süd beim Debut ihres neuen Trainers Tom Grunwaldt gegen die SG Rot-Weiss Babenhausen nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen. Nach einer kampfbetonten Partie stand es am Ende 26:26 (13:10), wobei die TSG es mehrfach verpasste, den Sack frühzeitig zu zumachen. Mit jetzt 7:7 Punkten steht man weiterhin auf dem 6. Tabellenplatz.
Die Hausherren starten vor allem in der Defensive stark in die Begegnung, verpassten es aber im Angriff sich einen Vorsprung heraus zuspielen. Nach einer frühen Auszeit der Babenhäuser kamen die Gäste offensiv besser ins Spiel und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der Schlussphase der ersten Halbzeit legte die TSG jedoch eine Schippe drauf und erspielte sich einen drei-Tore-Vorsprung. Bei einem letzten Verzweiflungswurf der SG kurz vor Ende des Durchgangs wurde der Schütze jedoch so gefoult, dass die TSG eine Zeitstrafe erhielt und zu allem Überfluss noch den direkten Freiwurf kassierte.
So startete die TSG den zweiten Durchgang in Unterzahl, was Babenhausen nutzte, um auf 13:13 auszugleichen. Bürgel schüttelte sich kurz und zog auf 18:14 davon. Die Chance, die Führung weiter auszubauen blieb jedoch sowohl im Gegenstoß, als auch in drei Überzahlangriffen in Folge ungenutzt. Plötzlich war Babenhausen am Drücker und erzielte 5 Tore in Folge und führte beim 18:19 erstmals. Beim 21:24 schien die Begegnung bereits verloren doch mit einem Kraftakt gelang die erneute Führung beim 26:25.
Im letzten Angriff der TSG unterlief ein folgenschwerer technischer Fehler knapp 30 Sekunden vor Schluss, sodass Babenhausen nochmals in Ballbesitz kam. Die SG nahm den Torhüter aus dem Tor und spielte mit 7 Feldspielern. 5 Sekunden vor Schluss erzielten die Gäste tatsächlich noch den Ausgleich und verhinderten im Anschluss den schnellen Anwurf, was mit einer roten Karte mit Bericht bestraft wurde. Bei einem verhinderten Wurf auf das leere Tor leider eine für die TSG wenig befriedigende, aber regelkonforme Bestrafung.
Alles in allem darf man sich jedoch nicht an dieser letzten Szene aufhängen, sondern muss sich eingestehen, dass man deutlich früher die Entscheidung hätte herbeiführen können. Wie schon in Nieder-Roden und zuletzt in Pfungstadt zeigte sich die Abwehr deutlich verbessert und stabil. Im Angriff fehlte leider in einigen Fällen die nötige Cleverness und hin und wieder auch ein Schuss Disziplin, sodass der Punktverlust absolut vermeidbar gewesen wäre.
Am kommenden Sonntag empfängt die TSG um 18:00 Uhr den Aufsteiger aus Egelsbach. Die Liganeulinge haben mit ihren Siegen über Reinheim und am vergangenen Wochenende gegen Stockstadt bewiesen, dass sie in der Liga angekommen sind und sich sicher nicht verstecken werden. Die TSG erwartet einen heißen Tanz, bei sie auf zahlreiche Unterstützung ihrer Anhänger hofft. Auf geht’s TSG!
TSG: Gezer, D. Nastos; Kaiser (6), Wolf (1), Vogt, Wilde (5), Gotta, P. Nastos (1), Merget, Hofmann (3), N. Lenort (10/4), Büdel, Herrmann
Zuschauer:      250
Zeitstrafen:      8 – 6
Strafwürfe:       4/5 – 2/3
Spielfilm: 2:0; 2:3; 6:4; 9:6; 10:10; 13:10; 13:11 – 13:13; 18:14; 18:19; 21:24; 26:25; 26:26