Gegen die HSG Isenburg/Zeppelinheim verloren die Bürgeler Damen am Samtag zuhause mit 25:28 (11:10) erneut gegen einen direkten Verfolger. Es scheint, als haben die TSG-Frauen Angst vor ihrer eigenen Courage der souverän gespielten Hinrunde. Die Rückrunde ist bis jetzt ein einziger Krampf auf dem Spielfeld.

Die ersten 10 Minuten waren vielversprechend. Man hielt die Gäste mit 2-3 Toren auf Distanz und wirkte dem Gegner überlegen. Doch dann ging plötzlich gar nichts mehr. Defensivarbeit fand nicht statt, sowohl die Abwehr als auch die Torleute zeigten eine katastrophale Leistung. Zu erahnende und wenig zwingende Würfe aus dem Rückraum fanden immer wieder den Weg ins Bürgeler Tor. Auch die bekannten Stärken der HSG das 1:1 und Zusammenspiel mit der Kreisläuferin konnten und wurden nicht empfindlich gestört und so arbeiteten sich die Gäste immer mehr ins Spiel zurück. Im Angriff fehlte es der TSG an Durchsetzungsvermögen und man gab zu oft die Verantwortung einfach weiter. Zu selten zog man ein strukturiertes Angriffsspiel auf und auch die Vorgaben, das Spiel breit und schnell zu machen, setzte man nicht um. Vielmehr rannten die TSG-Frauen sich immer wieder in der Mitte selbst die Räume zu und keine agierte zwingend Richtung Gästetor. Immerhin glich die HSG in den ersten 30 Minuten nur beim 1:1 aus. Bis zum 11:10 verteidigten die Hausherrinnen eine dünne Führung.
Nach der Pause gestaltete sich das Spiel bis Mitte der zweiten Halbzeit offen, die Führung wechselte ständig, wobei Bürgel weiterhin das vorhandene Potenzial nicht abrief. Ein ums andere Mal erwies sich die Deckung als Schweizer Käse mit zu wenig Laufbereitschaft und Aggressivität, was sich auch darin wiederspiegelt, dass es keine gelbe Karte und nur eine 2 Minuten Strafe für Bürgel gab. Auch eine Umstellung der Defensive in eine offensive Formation weckte die TSG nicht auf. Nach vorne wirkte das Spiel wie in Zeitlupe und es schien, als wolle keine Spielerin in die gegnerische Abwehr und Druck auf diese erzeugen. Bezeichnend für das harmlose Angriffsspiel war, dass die Gäste gar keine gelbe Karte oder 2 Minuten-Strafe verhängt bekamen. 15 Minuten vor dem Ende setzten sich die Gäste beim 19:21 erstmals mit 3 Toren ab, was Bürgel nicht mehr ausglich. Isenburg erhöhte zwischenzeitlich sogar auf 20:26, was die Bürgeler-Damen endlich zum Kämpfen animierte, leider zu spät. Die HSG gewann verdient mit 25:28.
Nun ist die Tabelle der BOL wieder eng zusammen gerückt und es wird spannend werden, wer sich am Ende der Runde durchsetzen wird.
TSG: Kroth, Rieth, Margetic 1, Mastroserio 1, E. Specht 1, Tremmel, Jöckel, Kopp 7, Hoddersen 3, Fenn 2, Müller 7/2, M. Specht (n.e.), Rümmelein 3
Spielfilm: 1:0 5:3 8:5 10:8 11:10 – 12:10 13:13 15:16 17:16 18:20 19:22 20:16 23:17 25:18
Zeitstrafen: 1 – 0
Siebenmeter: 5/2 – 4/3