Beim 42:22 (15:10)-Erfolg der TSG Offenbach-Bürgel gegen den Vorletzten FSG Seligenstadt/Zellhausen tat sich der Tabellenführer, der auf drei Spielerinnen wegen Urlaub verzichten musste, dafür aber mit fünf Jugendspielerinnen agierte, anfangs schwer. Wie im Hinspiel war es letztlich die physische Überlegenheit der Bürgeler Damen, die sich auch im Rückspiel zum doppelten Punktgewinn führte.

In der Abwehr fehlte es in den ersten Minuten an Aufmerksamkeit und Bewegung. Zu verhalten ging man auf den Ballführer heraus, zu langsam verschob man zur Ballseite und zu selten fing man die Pässe ab, weshalb die Gäste immer wieder unbedrängt werfen oder den Kreis anspielen konnten. Die TSG-Damen fabrizierten im Spielaufbau und Balltransport anfangs viele technische Fehler und ließen den Positionsangriff zu gemütlich angehen. Die FSG hielt somit bis zum 4:4 mit. Mit einer Umstellung der Deckung, auf eine offensivere Variante, wachten die Bürgeler auf, wovon auch das eigene Angriffsspiel profitierte. Die geforderte Bewegung mit und ohne Ball im Angriff nahm Form an und bis zur Halbzeit setze man sich auf 15:10 ab.
Nach der Pause zog der Tabellenführer das Tempo an und die FSG wurde förmlich überrannt. Umso länger das Spiel dauerte, desto besser kam die TSG in Fahrt. Mit aufmerksamer Abwehrleistungen gewann man immer wieder Bälle, die man über die erste Welle sicher im gegnerischen Tor unterbrachte. Die Mädels spielten sich nun in einen wahren Rausch und kombinierten im Angriff sehenswert. Durch druckvolle Aktionen im Rückraum kam dieser immer wieder zu Chancen oder es ergaben sich große Räume für den Kreis. Erfreulich, dass sich jede Spielerin beim 42:22-Erfolg in die Torschützenliste eintrug und viel ausprobiert werden konnte. Ein großer Dank noch einmal an Boris Wolf, der sich bereit erklärte die Partie zu leiten, nachdem der angesetzte Schiedsrichter nicht erschien.
Nach der Osterpause steht das nächste Spiel am Sonntag, 19.04.15 um 13:30 Uhr bei der HSG Maintal II an. Mit der Unterstützung der Fans wollen die Mädels auch dieses Spiel zur eher ungewohnten Anwurfzeit positiv gestalten.
TSG: Kroth, Rieth; D.Mastroserio 3, Margetic 2, E. Specht 5, Tremmel 2, Winter 4, Jöckel 1, Hoddersen 7, Memovic 5/1, Fenn 1, Müller 6/3, Rümmelein 6/1
Spielfilm: 1:0; 1:1; 4:4; 7:4; 10:8; 13:8; 15:10 – 21:11; 28:13; 32:14; 36:19; 40:19; 42:22
Gelbe Karten: 2 – 2
Zeitstarfen: 2 – 2
Siebenmeter: 6/5 – 5/3