Auch die weibliche A-Jugend bestritt am Wochenende ihr erstes Punktspiel in der neuen Oberligasaison 2015/2016 in der ESO-Sportfabrik gegen die HSG Kleenheim. Die Vorfreude auf dieses Spiel bzw. die Runde war groß, auch wenn die Mannschaft im Vorfeld einige interne Umstellungen in Sachen Trainerteam und Training verkraften musste.
Dennoch war die Marschrichtung im Vorfeld klar: eine aggressive 6:0-Deckung sollte den Grundstein legen und ein fehlerfreies Spiel mit Augenmerk auf Druck aus dem Rückraum die nötigen Tore besorgen. In Sachen Motivation konnte man den Spielerinnen der TSG keinen Vorwurf machen, doch ging man nur beim 1:0 in Führung. Denn danach lief man einem Rückstand hinterher, welcher zeitweise auf bis auf neun Tore heranwuchs. Die großgewachsenen Rückraumspielerinnen der Gäste zogen problemlos ihr Angriffsspiel auf und setzten geschickt ihre Nebenleute mit einfachen Aktionen in Szene. Das Team der TSG verstand es nicht aus einer 6:0-Formation die ballführende Spielerin zu attackieren, sondern verharrte nahezu press an der 6 Meter Linie oder man rückte beim Aushelfen zu weit auf die eigene Mitspielerin auf. Hinzu kam, dass man im Angriff zu oft den Ball durch überhastete oder ungenaue Abschlüsse sowie ungenaue Pässe an den Kreis und Außen verlor. Nach der Umstellung auf eine 5:1-Deckung kam in der Abwehr etwas mehr Sicherheit auf und die Mannschaft hielt zumindest den Torabstand zum Gegner. In die Halbzeit verabschiedete man sich mit einem Zwischenstand von 9:17.
In der Pause wurde der Angriff auf eine Variante mit zwei Kreisläufern umgestellt, um die Kleenheimer vor eine neue und ungewohnte Aufgabe zu stellen. In der Abwehr behielt man die vorherige 5:1 bei. Die Maßnahmen führten auch zu dem erhofften Erfolg und von der Euphorie getragen kämpften sich die Bürgeler Mädels zwischenzeitlich auf ein 15:18, ein 17:20 und ein 20:23 heran. In diesen Phasen fehlte dann aber letztendlich die nötige Cleverness, um dem Gegner noch weiter zuzusetzen. Schlechte Chancenauswertung und unnötige Würfe ließen die HSG wieder ins Spiel kommen. Am Schluss musste sich die Mannschaft trotz großem Kampf mit 21:29 geschlagen geben.
Die Stimmung nach dem Spiel war dementsprechend bedrückt, auch wenn vorher allen klar war, dass es eine schwere Runde wird. Jetzt heißt es aus den Fehlern zu lernen und sich stetig zu verbessern, dann wird auch etwas Zählbares dabei herausspringen. Die nächste Gelegenheit dafür gibt es am 27.09.2015 um 14:15 Uhr beim Auswärtsspiel in Hüttenberg. Bestimmt keine leichte Aufgabe, aber verstecken und den Kopf in den Sand stecken brauchen die Bürgler Mädels sich wahrlich nicht.
TSG: Larissa Scheuermann, Hewin Dalgic, Michelle Suttner (5), Michelle Schmitt, Catharina Schmitt (2), Anna Lewin, Alicia Hof (6), Sonja Müller (5), Lea Hörst, Clea Protzel, Sarah Millmann, Anna Hoffmann (2), Samedina Memovic (1)