Die erste Damenmannaschaft der TSG Offenbach-Bürgel trat im ersten Auswärtsspiel der Landesliga Süd bei der FSG Odenwald an. In Bad König war für die Fenn/Rieth-Truppe nichts zu holen und man verlor nach verschlafener erster Halbzeit und sieben verworfenen Strafwürfen verdient mit 33:23 (17:9).
Die Vorgabe, den wurfgewaltigen Rückraum der Gastgeberinnen nicht zum Zug kommen zu lassen, lief ebenso schief, wie die Marschrute, im eigenen Angriff effektiv und druckvoll zu agieren. Gerne sucht man Gründe, warum dies so war. Anzuführen wäre, dass man die Woche über krankheitsbeding nur sehr dezimiert trainieren konnte, dass zwei Spielerinnen urlaubsbedingt fehlten und dass Mitte der ersten Halbzeit mit Lynn Hoddersen eine Spielerin verletzungsbedingt ausschied. Aber das alles hat kein Gewicht, wenn man in den ersten 30 Minuten völlig neben sich steht und keine Gegenwehr auf dem Feld zeigt. Die Abwehr ließ die FSG schalten und walten, wie sie wollten. Immer wieder kam der Gegner durch Kreuzbewegungen im Rückraum zu guten Wurfmöglichkeiten oder riss im Parallelstoß große Lücken, die konsequent genutzt wurden. Im Angriff lief man sich immer wieder in der körperlich überlegenen kompakten 6:0-Deckung fest, spielte zu statisch und ohne Tempo. So ging die HSG schnell von 4:0 über 12:4 in Führung und Bürgel bekam keinen Zugriff auf das Spiel. Ein entscheidender Faktor war hierbei auch, dass die eingespielte Odenwälder Mannschaft im Angriff kaum technische Fehler fabrizierte und immer wieder die richtige Entscheidung traf, was der TSG nicht gelang. Resultat war eine vorentscheidende Halbzeitführung von 17:9.
Aus der Kabine kamen die TSG-Damen dann aber wie verwandelt. Jetzt stimmten Einsatz, Wille und Körpersprache. Die Unsicherheit der schwachen ersten Halbzeit war verflogen und der Aufsteiger kam besser ins Spiel. Die Umstellung der Abwehr auf eine offensive 4:2-Formation bremste die FSG-Werferinnen aus, stoppte deren Spielfluss und zwang sie zu falschen Entscheidungen sowie technischen Fehlern. Bürgel kam immer wieder zu Ballgewinnen und verkürzte fortan mit schnellem Gegenstoßspiel und strukturiertem Angriffsspiel Tor um Tor bis zum 22:18. Hieran hatte Judith Kirschig als erfahrene Kraft sowohl am Kreis wie auch im Rückraum enormen Anteil und auch Sonja Müller als Jungstar ging immer wieder da hin, wo es weh tat und holte wiederholt Strafwürfe für die TSG-Damen raus. Drei technische Fehler und zwei Fehlwürfe spielten den nervös werdenden Gastgeberinnen in dieser Phase in die Karten und durch einfache Gegenstöße zogen sie wieder davon. Bürgel steckte aber nicht auf und kämpfte weiter. Zu viele vergebene Chancen – 25 an der Zahl – und eine Ausbeute von zwei Toren bei neun Strafwürfen verhinderten allerdings eine erfolgreiche Aufholjagd und so kam man nicht noch mal in Schlagdistanz. Am Ende fiel die Niederlage mit 33:23 etwas zu deutlich aus.
Jetzt gilt es die ersten 30 Minuten des Spiels schnell abzuhaken und sich konzentriert mit den positiven Eindrücken der zweiten Halbzeit auf den nächsten Gegner vorzubereiten und weiterhin an der Chancenverwertung zu arbeiten. Dann trifft man auf den TSV Klein-Auheim. Anpfiff ist am Samstag, 03.10.15 um 16:40 Uhr in der heimischen ESO Sportfabrik.
Strafwürfe: 12/7 – 9/2
Zeitstrafen: 2 – 4
Spielfilm: 1:0; 4:0; 5:1; 11:3; 16:7; 17:9 – 19:11; 21:16; 22:18; 25:20; 28:20; 31:22; 33:23
TSG: Kroth, Fenn, Mastroserio, Kaiser, Jung 7/1, Giegerich, Kirschig 9/1, Fleischhacker, Hoddersen, Tabery 7, Jöckel, Müller