Bei der ersatzgeschwächten HSG Dornheim/Groß-Gerau, bei der die Toptorjägerin Silke Jung krankheitsbedingt nicht dabei war und die erfahrene Kreisläuferin Sandra Heidenreich nach 15 Minuten verletzt ausschied, enttäuschten die ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetretenen Bürgelerinnen in allen Mannschaftsteilen und konnten am Ende sehr glücklich mit dem Punktgewinn beim 23:23 (10:6) sein.
Ohne Tempo, Dynamik und Tordrang spielten die TSG-Damen in den ersten 30 Minuten im Angriff. Dazu kamen viele technische Fehler und schwache Abschlüsse. In der Defensive fehlte es an Überblick, Körperkontakt und man kam immer einen Schritt zu spät. Da auch die Gastgeberinnen wenig zwingend agierten, entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf schwachem Niveau, auf dem sich leider auch die beiden Unparteiischen bewegten. Groß-Gerau stabilisierte sein Spiel zunehmend. Derweil lief bei der TSG nichts zusammen, egal in welcher Formation man auf dem Feld stand agierte man völlig hilflos und unstrukturiert. So kamen die Gastgeberinnen immer wieder zu simplen Ballgewinnen und zum Abschluss, wodurch die TSG nach und nach den Anschluss verlor. Die HSG setzte sich so bis zur Halbzeit auf 10:6 ab.
Eine Umstellung der Abwehr auf 4:2 zu Beginn der zweiten Hälfte fruchtete und beim 14:14 war man wieder im Spiel. In dieser Phase zwang Bürgel den Gegner zu technischen Fehlern und schlechten Wurfsituationen, selbst wurde mit mehr Tempo und Wille in die Angriffsaktionen gegangen und zielstrebig abgeschlossen. Lynn Hoddersen und Debora Mastroserio machten ihre Sache in der offensiven Abwehr sehr gut, fehlender Überblick der restlichen Abwehrspielerinnen ließ die HSG allerdings wieder auf 20:15 zehn Minuten vor Ende wegziehen. Die TSG kämpfte jetzt und mit einem Kraftakt holte man Tor um Tor in dem sich nun entwickelndem Handballkrimi. Elina Specht fing eine Minute vor Ende den Ball ab und versenkte den Gegenstoß sicher im Kasten der HSG zum 23:23. Das Glück des Tüchtigen nennt man es wohl, dass der Ball beim letzten Strafwurf für Groß-Gerau zwanzig Sekunden vor Abpfiff am Pfosten landete.
Am kommenden Samstag, 17.10.15 um 17:00 Uhr erwarten die Damen in der ESO Sportfabrik die Reserve des Drittligisten HSG Sulzbach/Leidersbach, für den sechs unserer Spielerinnen selbst schon aktiv waren. Hier kann Wiedergutmachung betreiben werden, denn alle Spielerinnen blieben am heutigen Tag weit unter ihren Möglichkeiten.
Auch für die Fans wird an diesem Spieltag etwas Besonderes geboten. Denn zum zweiten Mal findet das Handballer Oktoberfest statt und alle, die in Tracht kommen, haben freien Einrtitt. Im Anschluss an die Begegnung der Damen I bestreiten dann um 19:00 Uhr die Herren I ihr Heimspiel gegen Aufsteiger HSG Fürth/Krumbach.
TSG: Kroth, Fenn, Mastroserio, E. Specht (2), Giegerich, Jöckel, Fleischhacker, Hoddersen (5), Kirschig (13/7), M. Specht (2), Müller, Jung (1)
Zeitstrafen: 3 – 0
Strafwürfe: 9/5 – 7/7
Spielfilm: 1:0; 2:2; 4:2; 6:5; 8:5; 10:6 – 11:8; 12:10; 14:14; 18:14; 20:15; 20:19; 22:21; 23:23