Mit leeren Händen und einer dicken Packung traten die Damen der TSG am Sonntagabend den Heimweg  vom Spiel beim TV Langenselbold an. Bei der 21:32 (13:16) Niederlage zeigten alle Mannschaftteile eine erschreckend schwache Leistung gegen einen guten aber nicht überragenden Gegner.
Noch beim Aufwärmen präsentierten sich die Bürgeler Damen hoch motiviert, dynamisch, treffsicher und aggressiv. Mit dem Anpfiff  ging diese Einstellung allerdings schon zum Teil verloren und nach 20 Minuten war sie völlig weg. Größtest Problem im Bürgeler Spiel war, dass der TV die TSG-Spielmacherin Judith Kirschig von Beginn an in Manndeckung nahm und der Rest des Teams niemanden mehr hatte, auf den es sich wie in den Spielen zuvor verlassen konnte. Keiner übernahm Verantwortung, Spielführung oder wirbelte die gegnerische Abwehr durcheinander und Langenselbold legte 2 Tore vor. Eine Umstellung mit Kirschig an den Kreis brachte leider nur bis zum 12:12 in der 25. Minute eine effektive Lösung. Danach häuften sich technische Fehler, falsche Wurfentscheidungen, druckloses Spiel und fehlender Spielüberblick. Für die Bürgeler Abwehr konnte leider keine passende Umstellung gefunden werden. Die Mädels waren von Beginn an viel zu passiv, Anita Milos auf Rückraum Mitte konnte nach Belieben schalten und walten. Entweder schloß sie selbst völlig unbedrängt ab oder brachte ihre Mitspielerin mit viel Druck und Überblick in gute Wurfsituationen. Die beiden TSG-Torleute brachten zudem keine Hand an den Ball und so ging es mit einem 3-Tore-Rückstand in die Halbzeit.
Die zweiten 30 Minuten begann Bürgel mit einer doppelten Manndeckung gegen den starken Rückraum Milos/Wagner, die sogar in eine 3-fache Manndeckung ausgeweitet wurde und der TV schien damit anfangs etwas im Spielfluß gestört. Eine unnötige 2 Minuten Strafe wegen Meckerns gegen Fenn spielte den Gastgeberinnen ebenso in die Karten wie unglaublich naive Außenverteidiger auf Seiten der TSG. Diese luden die Außen der Gäste immer wieder zu völlig unbedrängten Würfen aus bestem Winkel ein, zudem war das Bürgeler Torhütergespann auch im zweiten Abschnitt kein Rückhalt. Im Angriff fabrizierte die TSG eklatante Fehler, leistete sich zu viele Fehlwürfe oder es wurden haarsträubende individuelle Fehlentscheidungen getroffen. Die geforderten Auftakthandlungen, um die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen, Wurfchancen herauszuspielen, Raum zu erarbeiten und Sicherheit ins Angriffsspiel zu bekommen, wurden viel zu selten abgerufen. Vielmehr wurde drucklos von links nach rechts gepasst oder direkt auf den Abwehrspieler des TV gelaufen. Jegliche Umstellung oder Spielerwechsel brachten in der Folge keine Besserung und Langenselbold zog über 20:13 und 27:15 schnell vorentscheidet davon.
Spielfilm: 2:0, 5:3, 7:7, 10:8, 12:12, 16:13, 20:13, 24:14, 27:15, 30:17, 30:20, 32:21.
Gelbe Karten: 1-3;  7m: 8/8-6/8; 2Min.: 2-3
Es spielten: Kroth, Fenn, Mastroserio (2), Hoddersen, E.Specht, Müller (1), Jung (8/4), Fleischhacker (1), Giegerich, Tabery (3), Kirschig (3/1), M.Specht, Jöckel (2/1), Kaiser (1)
Nächsten Sonntag kommt mit der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden ein Team aus dem hinteren Tabellendrittel, gegen das ein Sieg Plicht ist. Wenn wir im Spiel nicht endlich alte Fehler abstellen, mit dem Kopf dabei sind und die Körperlichkeit der Landesliga annehmen, kann es die dritte herbe Niederlage in Folge geben, was das Abrutschen in die hintere Tabellenhälfte zur Folge hätte.