Letzten Mittwoch mussten unsere A-Mädels der TSG zu ungewohnter Anwurfzeit ein Nachholspiel bei der JSG Bad Soden bestreiten. Bad Soden ist bis dato immer noch verlustpunktfrei und peilt in dieser Runde die Meisterschaft an, was natürlich im absoluten Gegensatz zu den Ambitionen unserer oberligaunerfahrenen Truppe steht. Wie sich ableiten lässt, steckt in dem Wort „unerfahren“ das Wort „Erfahrung“, also für uns Erfahrungen sammeln und sich mit den besten Handballerinnen messen, die Hessen zu bieten hat. Und das machten unsere Mädels wieder an diesem Mittwoch. Und mit dem, was sie gezeigt haben, konnten Sie sicherlich erhobenen Hauptes vom Feld gehen. Mehr noch, denn auch wenn das Spiel in der Summe vollkommen zu Recht mit 33:20 an die JSG Bad Soden verloren ging, hatten unsere Spielerinnen noch so viele Möglichkeiten und Chancen, dass das Ergebnis viel schmeichelhafter hätte ausfallen müssen. Bad Soden begann die Partie mit starken Aktionen über die Mittelposition und besaß eine gute Kreisläuferin, die nur schwer in den Griff zu bekommen war. Aber unsere A-Jugend kämpfte. In der Abwehr war man wieder bissig und diesmal stimmte auch im Großen und Ganzen die Organisation. Im Angriff setzte man wiederholt auf das Element der Ruhe und erarbeitete sich durch lange Spielphasen gute Möglichkeiten. Auch wenn Bad Soden zwischenzeitlich etwas davonziehen konnte, riss der Kontakt nie richtig ab. Zur Halbzeit lag man zwar mit 14:10 zurück, aber gemessen an den Chancen, welche nicht verwandelt wurden, war man auf jeden Fall gleichwertig.
In der zweiten Hälfte konnte das Team die Leistung leider wieder nicht ganz bestätigen. Möglicherweise aus Kraftgründen und der Notwendigkeit mehrerer Wechsel verlor man wieder mehr an Boden. Aber auch hier bleibt festzuhalten: wie im letzten Spiel lud man den Gegner aus verpassten Möglichkeiten (schlechter Wurf und/oder schlechter Pass) zum Tempogegenstoß ein, was letztlich zu dem hohen Endergebnis führte. Auch das Zeitstrafenkonto war zu hoch und man konnte die Unterzahl nicht kompensieren. Die Mannschaft hat es also selbst in der Hand, und das ist absolut positiv gemeint, durch das Abstellen der eigenen Fehler den Abstand noch viel geringer zu halten. Der Unterschied ist da, aber nicht riesengroß. Das Trainerteam kann nach den bisherigen Spielen sagen, dass sich die Mädels wieder insgesamt verbessert haben. Natürlich geht noch zu viel schief, aber unterschätzen sollte man dieses Team nicht! Jedes Spiel wird von uns gespielt, als wäre es ein Endspiel, darauf sollte sich Jeder gegen die weibliche A-Jugend der TSG Bürgel einstellen…
Am Sonntag gastiert die Mannschaft aus Bensheim um 13:00 Uhr in der ESO Sportfabrik. Wie alle Mannschaften in der Runde kein leichter Gegner. Aber das ist uns egal, wir haben Bock auf Handball!
Mannschaft: Larissa Scheuermann, Hewin Dalgic, Michelle Schmitt, Catharina Schmitt (3), Anna Lewin, Alicia Hof (2), Lea Hörst (1), Clea Protzel, Samedina Memovic (3), Leah Rosenbaum, Sarah Millmann, Sonja Müller (4), Michelle Suttner (5), Anna Hoffmann (2)