Die Bürgeler Damen verloren ihr Heimspiel gegen Mitaufsteiger TV Kirchzell mit 18:23 (10:11) Toren. Zwar fehlten der TSG ohne die im Urlaub weilenden Merit Specht und Lea Jung im Rückraum die Alternativen, dennoch hätte die Niederlage nicht sein müssen.
Die TSG zeigte wie so oft zu Beginn des Spieles eine unfassbare Abschlußschwäche. So lag man schnell 0:3 zurück und erst nach 7 Minuten sollte der erste Treffer gelingen. Auch in der Abwehr brauchten die TSG-Damen zu lange, um sich auf die schnellen 1gegen1-Aktionen der Gäste einzustellen und man rannte dem Rückstand hinterher. Kurz vor der Halbzeit aber schien Bürgel im Spiel drin zu sein und konnte 9:8 in Führung gehen. In dieser Phase wurde schnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet und Kirchzell konnte dem hohen Tempo in der Defensive nichts entgegen stellen. Diese Führung hätte bis zur Halbzeit ausgebaut werden können, technische Fehler am laufenden Band und zu langsames Verschieben in der Deckung luden den Gast jedoch ein, mit 10:11 in die Pause zu gehen.
Auch in der zweiten Halbzeit wechselte die Führung ständig und keine Mannschaft konnte sich absetzen. Beim 16:14 Mitte der zweiten Halbzeit schien Bürgel das Spiel im Griff zu haben, obwohl im Angriff nur Judith Kirschig und Sonja Müller Akzente setzen konnten.  Danach wurde aber das Überzahlspiel  nicht effektiv genutzt, eher schien das Spiel in diesen Situationen total zerfahren und niemand übernahm die Spielsteuerung. Sich bietende Torchancen wurden leichtfertig vergeben oder erst gar nicht wahrgenommen. Auch die Passgenauigkeit von der sonst solide spielenden Torfrau Marion Fenn lies bei den möglichen Gegenstößen zu wünschen übrig und fanden nicht die freie Spielerin. Gegen einen Gegner, der null Torgefahr aus dem Rückraum ausstrahlte und immer nur im 1gegen1 agierte, war die Abwehr zu passiv und verstand es nicht, frühzeitig in Position zu kommen. 9 Siebenmeter für den TV sprechen eine deutliche Sprache. Das 18:23 war dann letztendlich die logische Konsequenz.
Spielfilm: 0:3 4:4 6:8 10:9 10:11 HZ 11:12 14:13 16:14 17:16 17:21 18:23
Gelbe Karten 2-3, 2 Min. 3-3, 7m 3/4-7/9
Es spielten: Kroth, Fenn, Mastroserio, Hörst, E. Specht, Kaiser, Giegerich (1), Jöckel (1), Fleischhacker (1), Tabery (2), Hoddersen (1), Kirschig (8/3), Müller (3), Suttner (1)
Durch die Heimniederlage muss für Bürgel mal ein Auswärtssieg her. Das Spiel in Dieburg nächsten Sonntag ist dafür ein hoffnungsloses Unterfangen. Gegen den schnell spielenden Oberligaabsteiger ist das Motto eher Schadensbegrenzung. Diese ist nur möglich, wenn trotz harter Deckung der Zweikampf im Angriff gesucht wird und in der eigenen Abwehr der Spielfluss der HSG frühzeitig gestört wird und der starke Rückraum nicht ins Spiel gebracht werden kann.