die weibliche A-Jugend musste in der Oberliga Hesssen gegen die HSG Wettenberg mit 20:24 (11:12) Toren eine weitere Niederlage hinnehmen.
Gegen Wettenberg konnte man bis auf die beruflich verhinderte Sarah Millmann auf alle Kräfte zurückgreifen. Trotz der viel gerühmten Einstellung fanden unsere Mädels zu Beginn nur zäh ins Spiel. Im Angriff wirkte man zu passiv und konnte die 6:0 Abwehr der Gäste nur selten in Bewegung bringen und damit Lücken reißen. In der Abwehr agierte man ähnlich unglücklich und attackierte gerade die Rückraumspielerinnen der Gäste zu spät, was immer wieder zu leichten Gegentoren führte. Bei einem Rückstand von 2:7 musste die erste Auszeit her, um ein wenig die Luft aus dem Spiel zu nehmen und die Köpfe der Spielerinnen wieder einzunorden. Nach der schwachen Anfangsphase begann nun die Abwehr unserer Mädels aktiver und aggressiver zu agieren, was sich auch gleich positiv aufs Spiel auswirkte. Wettenberg war nicht mehr in der Lage sich entscheidend abzusetzen und im Angriff gelang es unserem Rückraum durch einfache Übergänge und Laufwege gefährlich zu werden. In dieser Phase verletzte sich unsere Leah „Rosi“ Rosenbaum in der Abwehr leider so unglücklich und schwer am Knie, dass sie nicht mehr weiterspielen konnte und ins Krankenhaus musste. Vom ganzen Team wünschen wir hier gute Besserung und hoffen auf eine baldige Rückkehr! Die Mannschaft bewies nicht nur in dieser Situation Charakter und ließ einfach nicht mehr locker: zur Halbzeit konnte man die Führung der Gäste fast egalisieren und kämpfte sich auf ein 11:12 heran.
Mit breiter Brust ging unser Team auch in die zweite Hälfte der Partie. Das Spiel entwickelte sich auch für die Zuschauer zu einem packenden Duell auf Augenhöhe in der beide Mannschaften Alles gaben. Mal konnte Wettenberg wieder die Führung auf zwei bis drei Tore ausbauen, dann arbeiteten sich unsere Mädels wieder auf einen Treffer heran. Doch in den entscheidenden 10-8 Minuten vor Ende merkte man an der Körpersprache der Spielerinnen den körperlichen und geistigen Verschleiß. Beim Stand von 19:21 war man zweimal den „berühmten Schritt“ zu spät und/oder im Kopf nicht schnell genug, um den Gegner aufzuhalten. Diese vier Tore Rückstand waren nun nicht mehr aufzuholen und hielten sich bis zum Endstand von 20:24. Rückwirkend betrachtet, hatte man in der verschlafenen Anfangsphase das Polster der Gäste zu groß werden lassen. Wäre man in der Lage gewesen in den Schlussminuten einmal selbst in Führung zu gehen, wäre das Spiel vielleicht auch zu unseren Gunsten gekippt, aber das war leider nicht der Fall.
Natürlich hingen die Köpfe der Mädels entsprechend nach der Partie und die richtigen Worte in dieser Situation sind nur schwer zu finden. Doch die Reaktionen des Publikums und auch des fair spielenden Gegners aus Wettenberg honorierten die Leistung unserer Mannschaft an diesem Sonntag. Wir machen weiter!!!
Mannschaft: Larissa Scheuermann, Hewin Dalgic, Michelle Schmitt (2), Catharina Schmitt (1), Anna Lewin, Alicia Hof, Lea Hörst (1), Clea Protzel, Samedina Memovic, Leah Rosenbaum (1), Isabelle Kaufhold (2), Sonja Müller (4), Michelle Suttner (7), Anna Hoffmann (2)