Aufgrund vieler Verletzungen, Krankheit und einem parallelen Spiel der B-Jugend reiste unsere weibliche A-Jugend stark dezimiert und teilweise angeschlagen zum vorletzten Spiel dieses Jahres nach Langgöns zur HSG Kleenheim. Mit einer Torfrau und acht Feldspielerinnen, von denen Sonja Müller mit einer Knieverletzung nur sporadisch eingesetzt werden konnte, versuchte man sich einer „Übermacht“ zu stellen, welche im Hinspiel unsere Mannschaft klar dominiert und deutlich zu Hause geschlagen hatte.
Doch wie in der viel zitierten Geschichte „David gegen Goliath“ fasste sich unsere Mannschaft ein Herz und stemmte sich, gerade in der ersten Halbzeit, gegen alle Erwartungen. Mit einer guten und kämpferischen Abwehr, angeführt durch Alicia Hof, und einem Angriff, der sich auf das einfache, aber effektive Handballspiel verstand, brachte man die Hausherren mehr als nur in Verlegenheit. Erst nach ca. 15 Minuten konnte das Team aus Kleenheim auf 8:4 davonziehen. In Anbetracht der dünnen Personaldecke fanden sich einige unserer Spielerinnen schließlich auf Positionen wieder, auf welchen sie normalerweise nicht oder nicht mehr zu Hause sind. Doch die Mädels setzten dies perfekt um und konnten kurz vor Halbzeit auf 11:11 ausgleichen. Nach zwei Unsicherheiten konnte Kleenheim zwar noch zwei Treffer zum 13:11 vorlegen, doch moralisch gingen unsere Spielerinnen mit breiter Brust in die Pause.
Leider wirkte sich die Unterbrechung nicht positiv für uns aus. Trotz der Vorgabe im Angriff weiter ruhig und diszipliniert auf seine Chancen zu warten, kam es nun wieder zu überhasteten und schnellen Abschlüssen. Diese Unsicherheit übertrug sich auch auf die Abwehr, welche nicht mehr so sattelfest wie in der ersten Hälfte war. In dieser schwachen Phase von der 30. Bis zur 40 Minute zogen die Gastgeberinnen verdient auf ein 20:13 davon. Unsere Mädels konnten sich zwar wieder etwas fangen, doch auch angesichts der schwindenden Kräfte war der Rückstand einfach nicht mehr aufzuholen. Über ein zwischenzeitlich erkämpftes 28:23 ging die Partie schlussendlich mit 30:24 verloren. Hätte man vor dem Spiel gefragt, wäre dieses Ergebnis wahrscheinlich sogar ok gewesen, doch an diesem Tag war wirklich mehr drin. Nachdem man so geschlossen und aufopferungsvoll aufgetreten war, hätte sich unsere Mannschaft selbst belohnen müssen. Das dies wegen vermeidbarer Fehler in einem kurzen Zeitraum nicht gelang, tat ein bisschen weh. Nach mal „einer Nacht drüber schlafen“ muss aber von Seiten des Trainerteams gesagt werden, dass wir in Anbetracht der Umstände sehr stolz auf die gezeigte Leistung sind.
Am 19.12.2015 bestreitet die weibliche A-Jugend ihr letztes Spiel für dieses Jahr auswärts bei dem ambitionierten Team aus Kirchhof. Die Kirchhofer haben ihrerseits im Kampf um die Meisterschaft nichts zu verschenken, doch wenn unsere Wunden etwas geheilt und wir ausgeruht sind, werden unsere Mädels dort einen „heißen Tanz“ abliefern!
An dieser Stelle noch mal beste Genesungswünsche an Clea Protzel, welche sich am Knie schwer verletzt hat und die noch an einem Bänderriss laborierende Lea Hörst. Wir kämpfen für euch mit.
TSG: Larissa Scheuermann, Michelle Schmitt, Catharina Schmitt (4), Anna Lewin (1), Alicia Hof (6), Samedina Memovic (2), Sonja Müller (3), Michelle Suttner (8), Sarah Millmann