In ihrem ersten Spiel im neuen Handballjahr 2016 hatte unsere weibliche A-Jugend den aktuellen Tabellenzweiten der hessischen Oberliga, die JSG Bad Soden, zu Gast. Das Hinspiel in Bad Soden ging damals, trotz einer guten Leistung unserer Mädels, verdient mit 33:20 verloren. Doch die Entwicklung der Mannschaft führte nun schließlich dazu, dass man wiederholt einem Topteam nahezu auf Augenhöhe begegnen konnte. Erst nach einem langen und harten Kampf, indem keiner in der Lage war sich auf mehr als ein bis zwei Tore abzusetzen, entschieden die Gäste aus Bad Soden die Partie mit einem knappen 29:30 (11:12) für sich.
Unsere Mädels gingen durch die beruflich verhinderte Larissa Scheuermann und die verletzte Sami Memovic personell leicht geschwächt ins Spiel. Doch von Beginn an wusste vor allem die bissige und trotzdem faire Abwehr unserer Spielerinnen zu überzeugen. Die Anweisung aus dem gebundenen Spiel den Gegner zu keinen leichten Toren kommen zu lassen, wurde sehr gut umgesetzt. Größere Probleme bestanden jedoch im Angriff, da man durch vermeidbare technische Fehler die Bad Sodener Gäste in Ballbesitz brachte und sich unnötige Gegenstoßtore einhandelte. Doch durch eine gute Regie von Isi Kaufhold und die Abschlussstärke von Michelle Suttner konnte man zur Halbzeit mit 12:11 in Führung gehen.
Normalerweise wird von Trainerseite aus versucht, in der Pause etwas auf die Euphoriebremse zu drücken, damit der Kopf für die nächsten 30 Minuten klar bleibt. Doch die Mädels gaben eindeutig zu verstehen, dass sie einfach nur Bock haben und weiterspielen wollen…und das taten sie auch. Kämpferisch angeführt in der Deckung durch Alicia Hof ließ man nicht locker und konnte auch im Angriff durch eine kleine Umstellung mit Sonja Müller auf der Mitte überzeugen.
Der kleine Knackpunkt folgte, als sich Bad Soden kurz auf zwei Tore absetzen konnte, was sich in den letzten Minuten nicht mehr aufholen ließ. Zu spät wurde auch von der Bank aus die Abwehr auf eine offensive Variante gegen die treffsichere Halblinke und Mitte der Gäste umgestellt. Hier hätte man deren Spiel schon früher stören und Tore verhindern können. Durch eine Manndeckung geriet man am Ende noch in Ballbesitz, doch die Zeit war leider zu kurz.
Die Mädels können wirklich sehr Stolz auf ihre Leistung sein und auch die Reaktionen aus dem Publikum machen deutlich, dass deren Entwicklung erkannt und honoriert wird. Und hierauf passt aber auch der immer wieder von mir gebrauchte Einschub: Ruht euch nie auf etwas aus und arbeitet weiter. Es ist ganz deutlich noch Luft nach oben, ihr könnt noch viel mehr!
Mannschaft: Hewin Dalgic, Michelle Schmitt (1), Catharina Schmitt (2), Alicia Hof (6), Sonja Müller (4), Michelle Suttner (11), Sarah Millmann, Isi Kaufhold (2), Katerina Nastou, Nessi Hellstern (1), Anna Hoffmann (2), Lea Hörst