Am Sonntag gastierten die Bürgeler Damen bei der abstiegsbedrohten HSG Sulzbach/Leidersbach II und sind mit einem mulmigen Gefühl aufgebrochen. Sophia Kroth weilte im Urlaub, Madeleine Giegerich kam erst kurz vor Spielbeginn aus dem Allgäu, Elina Specht meldete sich krank, auf Lea Jung muß dass Team seit Rückrundenstart wegen eines Auslandssemesters verzichten, gleiches gilt ab kommender Woche leider auch für Fabienne Fleischhacker, Judith Kirschig laboriert an einer Achillessehnenverletzung und konnte wie zuletzt nur sporadisch eingesetzt werden, Merit Specht ist ebenfalls angeschlagen und krankheitsbedingt konnte die gesamte Woche nur mit einer kleinen Gruppe trainiert werden. Trotz allem ließ das junge TSG-Team nichts anbrennen und gewann souverän mit 40:18 (20:10) Toren, wobei auch die Gastgeberinnen ersatzgeschwächt in die Partie gingen.
Mit dem Anpfiff zeigte Bürgel das geforderten Tempospiel nach vorne und zog dies auch über die gesamten 60 Minuten durch. Die Gastgeberinnen konnten ab dem 3:3 nicht mehr mithalten und die TSG kam zu vielen einfachen Toren. Die ebenfalls gewünschte aggressive Deckung gegen den Rückraum der HSG wurde nach anfänglichen Abstimmungsproblemen auch umgesetzt und zwang die Heimmannschaft zu vielen schlechten Abschlüssen, die erbarmungslos zu Kontern genutzt wurden. So setzte sich die TSG über 8:3 auf 11:4 ab und die Partie war Mitte der ersten Halbzeit entschieden. Eine kurze Schwächephase, in der die Abwehr der HSG zu viel Platz ließ und im Angriff zu viele Fehler produziert wurden, nutzten die Gastgeberinnen um auf 8:12 zu verkürzen. Diese gute Phase der Gastgeberinnen wurde mit einer Auszeit und den passenden Worten schnell beendet und bis zum Pausenpfiff eine 10 Tore-Führung heraus gespielt.
Im zweiten Abschnitt bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Sulzbach schloß unvorbereitet und nicht zwingend durch Einzelaktionen ab und Bürgel lief einen Tempogegenstoß nach dem anderen. Kam die TSG doch mal in das gebundene Angriffsspiel, wurden die vielen Räume in der gegnerischen Deckung durch schönes Kombinationsspiel und den Blick für den freien Mitspieler gut genutzt. Kontinuierlich wurde der Vorsprung ausgebaut und am Ende standen 40 Tore auf dem Habenkonto.
Erfreulich, dass sich alle TSG-Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen und alle Spielerinnen Einsatzzeiten erhalten konnten sowie die angeschlagenen Spielerinnen geschont werden konnten.
Spielfilm: 0:2 3:3 3:8 4:11 8:12 9:20 10:20 HZ 11:22 13:28 15:29 16:36 18:40
gelbe Karten: 2-1; 2 Min.: 3-2; 7m: 3/6-3/3
Es spielten: Rieth, Fenn, Mastroserio D. (1/2), Hof A. (2), Kaiser (2), Jöckel (2), Giegerich (3), Fleischhacker (5), Guercy (2/4), Tabery (2), Hoddersen (5), Kirschig (6), Müller (3), Specht M. (4)
Am Sonntag um 17.00 Uhr in Griesheim wird die junge TSG-Mannschaft auf einen ganz anderen Gegner treffen. Griesheim schaltet sehr schnell von Abwehr auf Angriff um und spielt einen sehr guten Gegenstoß. Heißt für uns im Angriff die Fehlerzahl zu minimieren und die Torchancen zu nutzen. Im gebundenen Spiel entwickelt die TuS von allen Positionen Druck und Torgefahr und spielt einen sicheren Ball. Wenn im Tor eine ähnlich gute Leistung wie im Hinspiel erreicht wird und die Abwehr es schafft, den Spielaufbau zu stören, kann die TSG es schaffen, den Gegner zu ärgern und vielleicht auch etwas zählbares mit nach Hause zu nehmen. Es gilt zu hoffen, dass die angeschlagenen Spielerinnen möglichst schnell wieder fit werden und die Krankheitswelle abebbt.