Die Bürgeler Damen traten am Samstag beim souveränen Tabellenführer in Nieder-Roden an. Zielvorgabe war es, Schadensbegrenzung zu betreiben. Debbi Mastroserio fiel krankheitsbedingt aus und auch Marion Fenn (Knie) und Merit Specht (Schulter) konnten nicht mit vollem Einsatz trainieren und spielen. Dies sind aber sicherlich keine Gründe, die die herbe 21:37 ( 10:20) Niederlage erklären könnten.
Bis zum 8:5 schien die Vorgabe auch zu funktionieren. Mit einer 3-3-Deckung wollte man Nieder-Roden von Beginn an im Kombinationsspiel blockieren und ihren Rythmus stören. Dann aber legten die Hausherrinnen los und wiesen die zu zaghaft agierenden TSG-Damen in ihre Schranken. Durch hohes Tempo und viel Druck aus dem Rückraum von Nieder-Roden kam es zu Unaufmerksamkeiten und zu zu spätem Reagieren der Abwehr. Bürgel bekam Probleme beim Positionswechsel des HSG-Angriffs die ballführende Spielerin anzunehmen und den Ball zu blockieren und ermöglichte dem Tabellenführer zu oft freieste Wurfchancen , die dieser sicher zu verwandeln wusste. Im Angriff zeigte die TSG hingegen eine engagierte und gute Leistung. Man erspielte sich immer wieder gute Torchancen und brachte die HSG-Defensive sehr oft in Bedrängnis und ins Wackeln. Um den Lohn dafür brachte sich die TSG allerdings zu oft selbst mit ihrer eklatanten Abschlußschwäche. So setzte sich Nieder-Roden über 10:5 und 16:7 bis auf 20:10 zur Halbzeit ab, was aber nicht ganz den Spielverlauf wiederspiegelte und etwas zu hoch ausfiel.
Die 2. Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten 30 Minuten, wobei Bürgel nach 35 Minuten auch noch auf Merit Specht und nach 45 Minuten auf Judith Kirschig verzichten mußte, die verletzungsbedingt nicht mehr weiter spielen konnten bzw. sollten. Somit waren im Rückraum kaum noch Wechselmöglichkeiten vorhanden. Die technischen Fehler häuften sich nun im Angriffsspiel der TSG, auch geschuldet der improvisierten Aufstellung und die HSG bestrafte jeden Fehler mit einem Tempogegenstoß. So baute der Tabellenführer die Führung kontinuierlich aus. Trotz des deutlichen Ergebnisses gaben sich die Bürgeler Damen nicht auf, vor allem Sonja Müller drückte dem TSG-Angriff in den zweiten 30 Minuten ihren Stempel auf und suchte immer wieder mit 1 gegen 1-Aktionen erfolgreich die Lücken in der HSG-Abwehr. Die deutliche Niederlage gegen einen spielerisch und physisch überlegegen Gegner ist zu verkraften und zeigt unserer jungen, unerfahreren Mannschaft die Defizite auf, an denen weiter gearbeitet werden muß.
Spielfilm: 1:0 1:1 5:3 8:5 13:5 13:7 17:8 20:10 HZ 24:11 26:14 29:14 30:16 35:17 37:21
gelbe Karten: 3-3; 2 Min. 2-3; 7m: 4/8-4/6
Es spielten: Kroth, Fenn, E. Specht 1, Kaiser, Giegerich, Jöckel, A. Hof, Guercy, Tabery 1, Hoddersen 2, M. Specht 2, Müller 9/2, Kirschig 6/2
Nach den beiden Niederlagen wird das spielfreie Wochenende der Mannschaft gut tun und wir können mit neuem Elan in das Heimspiel am 12.3.16 um 19.00 Uhr gegen Langenselbold starten. Im Hinspiel war Bürgel komplett von der Rolle und es wollte gar nichts gelingen. Um eine Chance zu haben, muß das Tempospiel des TV unterbunden werden und der druckvoll agierende Rückraum gestört werden. Eine Manndeckung gegen Judith Kirschig im Hinspiel brachte den TSG Angriff ins Stocken. Der Angriff am Samstag beim Heimspiel muß unbedingt solche Situationen besser lösen und variantenreicher spielen, um Langenselbold vor Probleme zu stellen.