Unsere Mannschaft der weiblichen A-Jugend unterlag vergangenen Sonntag auswärts bei den Gastgebern der HSG Bensheim/Auerbach knapp mit 27:31 (15:17) Toren. Die Liste der Verletzen, Kranken und beruflich verhinderten Spielerinnen war und ist lang. Deshalb und in Anbetracht der beiden letzten Spiele ist es der Mannschaft hoch anzurechnen, wie man sich in diesem Auswärtsspiel präsentiert bzw. wie teuer man sich verkauft hat.
Die Gastgeber aus Bensheim rangieren in der Liga zwar im sicheren Mittelfeld, boten gegen unsere Mädels aber ein sehr gutes Team mit bundesligaerfahrenen Spielerinnen auf, die besonders über ihre äußerst starke Kreisläuferin punkten konnten. Aber manchmal ist da vor einem Spiel dieses gewisse, unerklärliche Gefühl, dass etwas möglich ist. Die Mädels waren alle gut gelaunt und mit einer Mischung aus Konzentration und Lockerheit positiv auf die Partie eingestimmt. Bensheim legte zwar mit einem 4:0 Lauf vor, doch mit der vorgegebenen Marschroute der ruhigen und strukturierten Angriffe arbeitete man sich Schritt für Schritt auf ein 5:5 heran. Das war dann der klassische Zeitpunkt, in dem sich dieser berühmte Schalter umlegt. Die Spielerinnen glauben an sich selbst, die Beine werden urplötzlich frei, in der Abwehr wird nochmal eine Schippe draufgelegt. Natürlich gehören in manchen Situationen auch ein bisschen Glück und Pech des Gegners dazu, aber das haben sich die Mädels erarbeitet. Einzig die vielen technischen Fehler im Angriff führten dazu, dass man öfter ins Hintertreffen geriet und statt mit 15:15 mit 15:17 in die Pause ging.
In der zweiten Hälfte drehte sich das Bild dann etwas. Die Gastgeber stellten auf eine 5:1 Abwehr um, was unser Team vor große Probleme stellte. Man brauchte zu lange, um mit der neuen Deckung klarzukommen und verlor daher die Linie. Schnell zog Bensheim mit 6 Toren davon, was bei den schwindenden Kräften nicht aufzuholen war. Als die Mädels aber verstanden, hinter den Rücken der Vorgezogenen zu ziehen, konnte sie noch auf 4 Tore verkürzen und blieben bis zum Schluss auch dran. Geschlagen ja, aber nicht wirklich umgefallen sind unsere Mädels, von denen ich zwar jede loben, aber keine hervorheben möchte. Jede bringt sich auf ihre Weise ins Team ein, sei es mit einem Tor, einer guten Abwehrleistung, einer Parade oder (ganz wichtig!) mit einer guten Stimmung von Außen. So macht das Miteinander Spaß und bringt langfristig auch dann den Erfolg!
Die Mädels bestreiten am Mittwoch, 02.03.2016, zu Hause um 19:15 Uhr ihr Nachholspiel gegen Hüttenberg. Wenn alle Blessuren überstanden sind und man wieder mit einer derartigen Einstellung rangeht, kann man nicht verlieren…egal wie das spiel ausgeht.
Mannschaft: Larissa Scheuermann, Michelle Schmitt (7), Catharina Schmitt (1), Alicia Hof (2), Sonja Müller (8), Isi Kaufhold (3), Katerina Nastou, Nessi Hellstern (1), Lea Hörst (2), Sami Memovic (3)