Die weiblich B-Jugend der TSG Offenbach-Bürgel musste sich dem TSV Korbach deutlich mit 28:18 (13:6) geschlagen geben. Die Fahrt nach Korbach stand schon zu Beginn unter keinem guten Stern. Mit Anna Hoffmann (verletzt), Marie Rieth (krank) und Janika Ritzow (privat verhindert) standen drei Spielerinnen nicht zur Verfügung. Als kurz vor Spielbeginn auch noch Ann-Kathrin Schlereth ausfiel, verschärfte sich die Personalsituation nochmals, da nun keine Auswechselspielerin mehr zur Verfügung stand. Die restlichen Spielerinnen waren jedoch gewillt, ihr Bestes zu geben und sich so teuer wie möglich zu verkaufen.
In der Anfangsphase entwickelte sich ein enges Spiel, in dem Tore Mangelware blieben (3:3). Bis zur 15. Minute gelang es auch das Spiel offen zu gestalten. In der Folgezeit scheiterte die TSG mehrfach an der gutaufgelegten Torfrau des TSV Korbach und man musste im Gegenzug Tempogegenstoßtore hinnehmen. Bei 7:4 nahm Trainer Kaiser eine Auszeit und versuchte den Spielfluß des Gegners zu stören und seine Mannschaft neu einzustellen. Die Spielerinnen setzten die Anweisungen auch gut um und erarbeiteten sich eine Reihe von guten Torchancen, die jedoch nur selten genutzt wurden. Die Gastgeberinnen zogen nun auf 10:5 davon und bauten den Vorsprung bis zur Pause weiter aus (13:6).
Der zweite Durchgang begann verheißungsvoll, konnte doch schnell der Rückstand um zwei Tore verkürzt werden. Mit einer Manndeckung gegen die gegnerische Mittelfrau brachte man zudem auch das Angriffsspiel der Gastgeberinnen ins stocken. Der Heimtrainer musste bereits früh eine Auszeit nehmen, um sein Team wieder auf Kurs zu bringen. Jetzt machte sich aber der Kräfteverschleiß bei unserer Mannschaft immer mehr bemerkbar. Im Angriff blieben erneut klare Torchancen ungenutzt und in der Abwehr wurde nicht mehr schnell genug zur Ballseite verschoben. Bei 19:9 betrug der Rückstand erstmals zehn Tore. Unsere Mädels ließen sich aber zu keiner Zeit hängen und kämpften bis zum Schluss um jeden Ball. Trainer Kaiser nach dem Spiel: “Wir haben heute zu viele Versuche benötigt, um ein Tor zu erzielen und mit zunehmender Spieldauer ließen immer mehr die Kräfte nach. Aber Hut ab, vor meiner Mannschaft. Sie hat sich 50 Minuten gegen die Niederlage gestemmt, niemals aufgegeben und sich als Mannschaft präsentiert. Ein Sonderlob hat sich Laura Schluchter verdient, die nicht nur unsere etatmäßigen Kreisläuferinnen ersetzte, sondern auch in Abwehr als Vorgezogene oder als Manndeckerin Schwerstarbeit verrichten musste. Aus solchen Spielen kann man nur lernen und muss immer das Positive mitnehmen. Besonders bedanken möchte ich mich, auch im Namen der Mannschaft, bei den mitgereisten Fans, die uns toll unterstützt haben und bei Markus Hof, der uns für die weite Anreise seinen VW-Bus zur Verfügung stellte.”
TSG: Pleß, Vondeska; Geyer (4), Hellstern, Kaufhold (3), Klisanic (1), Rosenbaum (4/1), Schlereth und Schluchter (6)