Die Überschrift drückt das Spiel natürlich nicht sonderlich treffend aus, aber in etwa kann man so die Gemütslage beschreiben. Die weibliche A-Jugend trat am Mittwoch zu einem Nachholspiel der Oberliga Hessen in heimischer Halle gegen den TV Hüttenberg an. Das Spiel ging leider mit 24:31 Toren verloren, doch in Anbetracht der ersten Halbzeit (8:19) haben unsere Mädels in der zweiten Hälfte wirklich eine großartige Moral bewiesen und trotz einiger Schwächen eine großen „Fight“ geliefert.
Nachdem das Team schon so viele Ausfälle kompensieren musste, tat der verletzungsbedingte Ausfall von Isi Kaufhold vor dem Spiel nochmal doppelt weh. Aber die Mannschaft bewies wie so oft in ihrer Einstellung Größe und stellte sich den personell gut aufgestellten Gegner aus Hüttenberg, welcher vor Allem über seinen starken Rückraum Akzente setzte. Hier wurde bereits zu Spielbeginn eine Manndeckung gegen die wurfgewaltige Halblinksposition durchgeführt, was anfangs auch recht gut funktionierte. Auch wenn der eigene Angriff nicht hundert Prozent durchschlagskräftig war, konnte man bis zum 5:8 den Abstand immer wieder auf drei Tore reduzieren. Doch dann kam ein Bruch ins Spiel, welcher die ersten soliden Minuten zu Nichte macht. Viele Ballverluste und schlechte Torwürfe im Angriff und die Abwehr bekam die größeren Räume beim 5:5 einfach nicht mehr geschlossen. Hüttenberg erzielte Tor um Tor durch einfache Aktionen und Durchbrüche über den Rückraum. Mit entsprechend gesenkten Köpfen ging das Team in die Pause.
Die Mädels gaben sich aber nicht auf, sondern waren gewillt die Partie nicht einfach so abzugeben. Auch wenn nicht Alles klappte, so waren die Aktionen im Angriff nun sehr viel druckvoller. Man ging auf die Lücken, da, wo es auch mal weh tut, und ließ den Ball so lange laufen, bis auch eine Mitspielerin frei war. In der Abwehr kam nun auch wieder der nötige Biss und die spätere Umstellung auf eine 6:0 Deckung führte zu mehr Stabilität. Alles in Allem ein großer Kampf und eine große Leistung, was mitunter im Spiel auch zu einigen Scharmützeln führte, doch die zweite Hälfte gehörte unserer Mannschaft, was sich auch in der Tordifferenz ausdrückte. Von Trainerseite sei hier angemerkt, dass mir so ein Aufbäumen mehr bedeutet, als ein Sieg mit 10 Toren Unterschied. Für so eine Leistungssteigerung, die sich nur mental erklären lässt, muss die Mannschaft hoffentlich auch bald mal belohnt werden!
Genannt werden müssen hier aber vor allem auch: Hewin, auf die man sich auch mal nach einer längeren Pause immer verlassen kann. Nessi, unser Nesthäkchen auf Rechtsaußen, der die Zukunft gehört und Sarah und Katerina, die auch auf ungewohnten Positionen ihr Bestes fürs Team geben und nicht aufstecken. Alle Mädels hatten vor und nach dem Spiel die eine oder andere Blessur, aber gejammert hat Niemand. Es sind noch fünf Trainingseinheiten und zwei Spiele, die Mannschaft ist heiß darauf, hier noch was zu holen!
 
Mannschaft: Larissa Scheuermann, Hewin Dalgic, Michelle Schmitt (3), Catharina Schmitt (4), Alicia Hof (5), Sonja Müller (8), Katerina Nastou, Sarah Millmann, Nessi Hellstern, Lea Hörst (2), Sami Memovic (2)