Unsere weibliche A-Jugend unterlag am Wochenende denkbar knapp beim Gastgeber in Wettenberg mit 18:20 Toren Toren, obwohl man zur Halbzeit noch mit 10:7 Toren geführt hatte und lange Zeit souverän aufgetreten war.
Wie so oft in dieser Saison musste das Team im Vorfeld auf zwei Spielerinnen verzichten (Sarah Millmann war beruflich verhindert und Nessi Hellstern erkrankt) und fuhr mit 10 Mann Richtung Mittelhessen. Was diese Mannschaft dann schließlich dort in der ersten Hälfte vor Allem in der Abwehr zeigte, war gigantisch. Die 6:0 Deckung war beweglich, aggressiv, eroberte wiederholt Bälle und trieb den Gegner zur Verzweiflung. 7 Gegentore, mehr muss man eigentlich nicht sagen. Auch der Angriff spielte im Grunde so, wie er sollte: nicht zu schnell abschließen, sondern länger spielen und sich eine Lücke in den oft großen Räumen der Wettenberger Abwehr suchen. Einziger Tadel in dieser Phase war das fehlende Auge beim Abschluss/Chancenverwertung und dass die Spieler nicht noch mehr in die Tiefe gegangen sind. Die Führung zur Halbzeit hätte noch viel deutlicher sein können, in Anbetracht des Endergebnisses vielleicht sogar müssen.
In der zweiten Hälfte kam es, wie es kommen musste. Wettenberg reagierte und stellte in der Deckung auf eine 5:1 Abwehr um. Hatten unsere Mädels die Gastgeber aus dem gebundenen Spiel weiter im Griff, so kam unsererseits im Angriff nicht mehr viel zu Stande. Technische Fehler und Ballverluste luden die Gastgeber zu einfachen Toren in der ersten und zweiten Welle ein. Mit viel Mühe konnte man einen gewissen Abstand halten, doch mit dem Ausscheiden von Sonja Müller aufgrund einer schweren Schulterprellung verlor die Offensive noch mehr an Struktur. Bis zum Schluss war zwar noch Alles offen und sogar ab der 59 Minute wäre zumindest ein Unentschieden noch in greifbarer Nähe gewesen, doch die Unsicherheit gepaart mit dem körperlichen Verschleiß war nicht zu kompensieren. Wettenberg konnte den Ball letztlich kurz vor Schluss erobern und erhöhte uneinholbar auf 20:18. Technische Fehler und Fehlpässe waren schließlich ausschlaggebend für die Niederlage. Geschlagen und traurig, so fühlten sich nach Schlusspfiff Alle. Eine einzige Abwehrumstellung hatte die Mannschaft um ihren Erfolg gebracht, weil man es nicht verstand, sich zum Ball zu bewegen und hinter die Vorgezogene Spielerin zu stoßen.
Allein in diesem Spiel mussten die Mädels mehr Erfahrungen, Situationen und Emotionen verarbeiten, als teilweise in kompletten Saisons zuvor. Schon deshalb darf so ein Spiel nicht umsonst gewesen sein.
Am Samstag den 19.03.2016 um 16:00 Uhr tritt unsere weibliche A-Jugend zu ihrem letzten Oberligaspiel in der heimischen ESO-Sportfabrik an. Es wäre schön, wenn viele Zuschauer den Gang in die Halle finden würden, um dieser Mannschaft, die allen Widrigkeiten zum Trotz fast immer bis zum Schluss gekämpft hat, den nötigen Respekt zu zollen!
 
Mannschaft: Larissa Scheuermann, Hewin Dalgic, Michelle Schmitt (2), Catharina Schmitt (2), Alicia Hof (1), Sonja Müller (9), Katerina Nastou, Isi Kaufhold (1), Lea Hörst (2), Sami Memovic (1)