28:24-Niederlage bringt Bürgel auf den Boden der Tatsachen zurück
Dem Glanzstück letzte Woche gegen Langenselbold wollten die TSG-Damen eigentlich einen drauf setzen und der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden am Sonntag Nachmittag 2 Punkte abnehmen. Beim Aufwärmen war aber schon klar, dass das am heutigen Tag in dieser Verfassung ein schwieriges Unterfagen werden würde.
Bis zum 6:7 Mitte der ersten Halbzeit sah es noch gut aus, die TSG agierte im Angriff gegen die 5:1-Formation mit viel Bewegung und ließ den Ball gut in den eigenen Reihen laufen. So ergaben sich große Räume am Kreis und auf den Außenpositionen, die erfolgreich genutzt wurden. In der Abwehr schafften es die Bürgeler Mädchen aber nicht, den Gegner anzunehmen oder das Passspiel zu unterbinden. Somit blieben die Gastgeberinnen dran. Dann entfachten die TSG-Damen unerklärlicher Weise ein Festival der technischen Fehler im Angriff und brachten sich total aus dem Konzept. Die HSG kam zu einfachen Gegenstoßtoren und bekam bis zur Halbzeit Oberwasser, mehr als eine 1-Tore-Führung sprang für sie bis zum Halbzeitpfiff aber nicht raus, da sich auch hier viele einfache Fehler im Angriff einschlichen.
Nach Wiederanpfiff blieb die TSG zwar dran, fand aber zu selten den Weg durch die aggressive und um jeden Ball kämpfende HSG-Abwehr. Zu oft rannte man sich fest oder versuchte den Kreis anzuspielen, der nun besser abgeschirmt wurde. Bürgel wirkte eingeschüchtert und ließ den letzten Schritt zum Tor vermissen. Auch das Entscheidungsverhalten, das Mitspielen ohne Ball und der finale Pass ließen zu wünschen übrig. So rannte Bürgel einem 1/2-Tore-Rückstand hinterher, auch weil in der Defensive zu harmlos und mit zu wenig Einsatzbereitschaft agiert wurde. Beim 22:21 hatte man in Überzahl mehrfach die Chance zum Ausglich, vergab diese leichtfertig durch erneute Unkonzentriertheiten im Angriff und überhastete Abschlüsse. Die Gastgeberinnen gaben weiter Gas und bauten die Führung nun aus. auch eine Abwehrumstellung auf die offensive 3:3-Formation brachte die HSG nicht mehr von der Siegerstraße. Sie hatte an diesem Tag den größeren Willen zu gewinnen, zeigten eine höhere Bereitschaft und eine bessere Einstellung und haben verdient 2 Punkte eingefahren.
Spielfilm: 1:0 3:2 3:5 6:6 9:7 10:10 13:12 15:13 15:14 HZ 16:16 19:18 22:19 22:21 24:21 25:23 28:24
gelbe Karten: 3-1; 2 Min.: 3-1; 7m: 3/2-5/4
Es spielten: Kroth, Fenn, Mastroserio 1, E. Specht, Kaiser 1, Giegerich 4, Tabery 6, Guercy, Fleischhacker 1, Hoddersen, Kirschig 8/4, Müller 2, M. Specht 1, Rümmelein