Das Spiel stand unter keinen guten Vorraussetzungen. Das Quartett Hoddersen, Jung, Seitz und Schneider fehlte, unter der Woche konnten Lisa Kaiser und Tamara Stadter krankheitsbedingt nicht voll trainieren und Judith Kirschig laboriert an einer Nervenentzündung, hinter ihrem Einsatz war ein großes Fragezeichen. Dennoch fuhr man nicht nach Bayern, um das Spiel abzuschenken und das zeigte die Mannschaft eindrucksvoll.
 
Vom Anpfiff an war es Torfrau Marion Fenn, die in den Fokus des Spieles geriet. Sie spielte förmlich mit dem Gegner und dessen Abschlüssen auf das TSG-Tor. Rückraumwürfe wurden von ihr gefangen und sofort wurden die endlich wieder treffsichere Außen Madeleine Giegerich und Stephanie Tabery im Gegenstoß bedient. Generell machte Bürgel viel Tempo in der ersten und zweiten Welle, technische Fehler oder Fehlwürfe verhinderten aber, dass man Profit daraus schlagen konnte. Im Positionsangriff tat man sich in der ungewohnten Rückraumkonstellation schwer, den Weg zum Tor zu finden. Nicht zwingend genug wurde agiert oder die falsche Entscheidung getroffen. Aber die TSG hatte ja Fenn im Tor. Sie vereitelte eine Vielzahl von Chancen der gegnerischen Außenspielerinnen und ließ auch vom 7m-Punkt kaum einen Ball gewähren. Eine 4 Tore-Führung kurz vor der Halbzeit verspielte Bürgel dann leichtfertig und mit 9:10 wurden die Seiten gewechselt.
 
In Abschnitt 2 die nächste Hiobsbotschaft, Merit Specht konnte aufgrund von Kreislaufproblemen nicht mehr weiterspielen. Aber auch das sollte die über 60 Minuten kämpfenden TSG-Damen nicht schocken. Denn ob aus dem Rückraum, vom Kreis, von Außen oder dem 7m-Punkt, Kirchzell konnte den Ball einfach nicht im Bürgeler Tor unterbringen. Neben Fenn, die wiederholt klarste Chancen zunichte machte, war es die A-Jugendliche Isabell Kaufhold, die bei ihrem ersten Einsatz im Aktivenbereich in der Deckung eine bärenstarke Leistung bot und ein schier unüberwindbares Hindernis darstelle. Sie war für den dem dezimierten TSG-Kader eine große Hilfe. Selbst eine fragliche Schiedsrichterleistung mit 12:1 7m für die Gastgeber (6 davon wurden gehalten) und diversen anderen nicht nachvollziehbaren Entscheidungen, brachte Bürgel nicht von der Siegerstraße ab. Im Angriff stockte es zwar weiterhin, weshalb Kirchzell bis zur 50 Minute dran bleiben konnte, aber ein Kraftakt in den letzten 10 Minuten mit viel läuferischem Einsatz und Willen, führte letzendlich zur Entscheidung und den verdienten Punkten.
 
Am nächsten Samstag um 16.40 Uhr kommt es zum ersten Spitzenspiel in der  Sportfabrik, wenn unsere Damen die verlustpunktfreie und sehr stark aufspielende Mannschaft der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden zu Gast hat. Hier brauchen die Mädels lautstarke Unterstützung, um etwas zählbares holen zu können und damit danach beim Spiel der Herren 1 ordentlich unterstützt und beim abendlichen Oktoberfest auch gefeiert werden kann.
 
Es spielten: Kroth, Fenn, Mastroserio 2, Kaiser 1, Giegerich 5, Specht 1, Fleischhacker 1, Guercy, Kaufhold 1, Stadter, Tabery 4, Müller 1, Kirschig 3
 
gelbe Karten 3-1; 2 Min. 2-3; 7m 12/6-1/1
 
Spielfilm: 0:1 1:3 4:3 6:10 9:10 HZ 10:10 11:16 13:18 15:19