Die 18:23 (11:14)-Niederlage gegen die HSG WBW, die damit die Tabellenführung verteidigt hat, war unnötig, an diesem Tag aber völlig verdient. Im Angriff lief überhaupt nichts zusammen, egal in welcher Konstellation gespielt wurde, es schien als wären die TSG-Spielerinnen Plus- und Minuspole, die sich abstoßen. Dazu noch haufenweise technische Fehler und Fehlwürfe, die den Gegner zu einfachen Toren einluden. Das Spiel hätte noch 2 Stunden länger dauern können, ein Sieg war heute einfach nicht drin.
Aber der Reihe nach. Die Gäste erwischten den besseren Start und kamen über ihre wurfstarke Rückraumreihe immer wieder zu Toren oder spielten den Ball sicher auf die freien Außenspielerinnen. Nach einer Umstellung bekam die 5:1-Abwehr der TSG aber mehr Zugriff auf das Spiel und störte die Abläufe der HSG. Über die 2.Welle konnte Bürgel dann beim 5:4 erstmals in Führung gehen und es schien, als ob man dem Gast den Wind aus den Segeln genommen hat. Leider ein trügerischer Eindruck. Die HSG zog das Tempo im Angriff wieder an und Bürgel stolperte sich im Angriff förmlich einen zurecht. Die Gäste machten es der Heimmannschaft vor, wie man souverän, strukturiert und druckvoll agieren muss, um zum Torerfolg zu kommen. So baute die HSG den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 11:14 aus.
Neu eingestellt und motiviert kamen die TSG-Damen aus der Pause. Aber wiederum waren es die Gäste, die das Spiel bestimmten und aufgrund des Unvermögens im Bürgeler Angriff auf 11:17 davon zogen. Eine offensive 4:2-Formation in der Abwehr sollte nochmals den Spielrythmus der HSG stören und zu schnellen Ballgewinnen führen. Anfangs verfehlte die Umstellung ihre Wirkung nicht und beim 18:21 keimte Hoffnung bei der Heimmannschaft auf. Da aber der Ball im Angriff im Minutentakt verloren ging und die gegnerische Torfrau eine starke Leistung bot, wobei Sophia Kroth im Bürgeler Tor in der zweiten Halbzeit ihrer Kontrahentin in nichts nach stand, war auch diese Hoffnung schnell wieder dahin. Auf dem Feld, der Bank und den Zuschauerrängen waren die Darmstädter heute einfach lauter, aktiver, engagierter und präsenter und haben völlig verdient gewonnen. Einziger Lichtblick war die Bürgeler Abwehr, die sowohl offensiv wie defensiv überzeugte und dass bis zur 60 Minute gekämpft wurde.
Mund abwischen und weiter, mehr kann man dazu nicht sagen. Am kommenden Wochenende (Sonntag 18.00 Uhr) steht schon das nächste Heimspiel gegen den TV Bürgstadt an, der sich nach schlechtem Saisonstart gesteigert hat und mit dem ersten Saisonsieg im Rücken nach Bürgel fährt.
Es spielten: Kroth, Fenn, Kaufhold, Seitz 1, Kaiser, Giegerich, Specht, Fleischhacker, Guercy, Hoddersen, Stadter 1, Tabery 2, Schneider 4/1, Kirschiig 10/5
Spielfilm: 0:1 1:3 5:4 6:8 8:12 11:13 11:14 HZ 11:17 14:17 14:19 16:21 18:21 18:23
gelbe Karten 3-2, 2 Min. 3-6, 7m 6/10-7/7