Die Herren I der TSG Offenbach-Bürgel trennten sich in der Oberliga Hessen im Nachholspiel mit einem 34:34-Unentschieden (15:15) von der HSG Kahl/Kleinostheim. Mit jetzt 7:3 Punkten nach fünf Spielen steht die TSG aktuell auf dem 5. Tabellenplatz.
Ab der ersten Minute hatte die TSG große Probleme in der Defensive. Der Rückraumschütze auf Halbrechts der HSG durfte unbedrängt werfen, auf den restlichen Positionen wurden zu viele Zweikämpfe verloren. Größtes Problem war jedoch die fehlende Bereitschaft, sich gegenseitig zu helfen und die Fehler der Mitspieler auszubügeln. So kamen die Hausherren immer wieder zu glasklaren Torchancen und die TSG-Torhüter waren meist chancenlos. Im Angriff zeigte die TSG bedingt durch die doppelte offensive Deckung gegen Nils Lenort und Christian Hildbrand zwar kein schönes, aber dennoch ein zielführendes Spiel. Immer wieder kam man zu klarsten Chancen, die dann jedoch teilweise fahrlässig vergeben wurden. So blieb die Partie während der ersten 30 Minuten ständig ausgeglichen und keine Mannschaft erspielte sich einen Vorsprung.
Nach deutlichen Worten in der Halbzeitpause zeigte der Aufsteiger mit einem schnellen 3:0-Lauf auf 18:15 für kurze Zeit welches Potenzial eigentlich in ihm steckt. Diese Phase wurde jedoch durch eine Zeitstrafe abrupt beendet und Kahl glich zum 18:18 aus. In weiteren Verlauf war man dann wieder nicht mehr in der Lage, eine funktionierende Abwehr auf die Beine zu stellen. Zudem handelte man sich in Hälfte zwei insgesamt sechs Zeitstrafen ein, was sowohl die Abwehr als auch den Angriff unnötig schwächte. Dies führte dazu, dass die bis dato punktlose HSG immer mehr an einen Sieg glaubte und einen starken Kampf ablieferte.
Nach abermals absolut unverständlichen technischen Fehler schien das Spiel dann tatsächlich verloren, denn nur zwei Minuten vor dem Ende kassierte man das 32:34 und zudem eine weitere Zeitstrafe. Doch mit großem Kampfgeist und dem Glück, dass sich Kahl erst einen überhasteten Wurf und dann ein Stürmerfoul leistete, war man noch in der Lage das Unentschieden zu erzielen. 5 Sekunden vor Schluss wurde sogar nochmals der Ball gewonnen, der letzte Angriff brachte jedoch nicht mehr den Sieg.
Vor dem kommenden Heimspiel am Sonntag um 18.00 Uhr gegen die punktgleiche HSG Wettenberg muss die Mannschaft ganz schnell wieder eine andere Einstellung an den Tag legen. Nur wenn man als Einheit auftritt und an einem Strang zieht ist es als Aufsteiger und Underdog möglich, in dieser Liga zu bestehen. Das tat man in den ersten beiden Spielen sehr gut und muss nun wieder getan werden. Die Mannschaft hofft dabei auf zahlreiche Unterstützung ihrer Zuschauer. Auf geht’s TSG!
TSG: Hoppenstaedt (1), Gezer; Hildebrand (2), Neumann, Käseberg, Gotta (2/1), Nastos (4), Rivic (8), Müller, Hofmann (7), Lenort (6/3), Büdel, Cohen (1), Steinheimer (3)
Starfwürfe: 4/5 – 7/7
Zeitstrafen: 6 – 4
Zuschauer: 300