Die Herren I der TSG Offenbach-Bürgel haben in der Oberliga Hessen ihr Auswärtsspiel bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II mit 34:30 (23:14) verloren. Mit jetzt 9:5 Punkten steht der Aufsteiger auf dem fünften Tabellenplatz.
Vermeintlich gut auf den Gegner vorbereitet fuhr die TSG am Samstagabend nach Münchholzhausen um gegen die Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar anzutreten. Dennoch bekam man in den ersten 30 Minuten in Sachen Angriffsspiel eine Lehrstunde erteilt. Die junge HSG II, die überwiegend aus in der eigenen Jugendakademie ausgebildeten Spielern zusammengesetzt ist, nahm die 3:2:1-Abwehr der TSG nach allen Regeln der Kunst auseinander. Immer war man mindestens einen Schritt zu spät, sodass die Hausherren in jedem Angriff zu einer freien Wurfchance kamen und TSG-Torhüter einen bemitleidenswerten Job hatten. Nach 20 Minuten hatte man so 17 Gegentreffer kassiert und ging zurück in die 6:0-Formation, was zumindest erste Teilerfolge brachte. Da auch im eigenen Angriff nicht immer konsequent die Vorgaben umgesetzt wurden kamen zudem noch einige technische Fehler hinzu, die Wetzlar II zu leichten Toren im Gegenstoß nutzte. So ging es nach 30 Minuten mit einem 23:14-Rückstand in die Pause.
Nach Wiederanpfiff zeigte die TSG dann eine deutlich bessere Leistung und man war gewillt, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Die 6:0-Abwehr stabilisierte sich und im Angriff wurde jetzt häufiger bis zur Chance gespielt. Die Gastgeber hingegen nahmen etwas den Fuß vom Gas und glaubten das Spiel über die Zeit bringen zu können. Ab der 40. Minute begann man bereits munter durchzuwechseln und schonte im Glauben des sicheren Sieges seine stärksten Akteure. Bürgel wiederum zeigte das schon in Kahl bewiesene große Kämpferherz und verkürzte dank eines plötzlich unüberzwingbaren Marvin Hoppenstaedt im Tor mit einem 8:1-Lauf den Rückstand auf 31:29. Im Angriff agierte man mit dem siebten Feldspieler und kam so zu leichten Toren aus dem Rückraum. Wetzlar II wirkte konsterniert und fand keinen Weg zurück ins Spiel. In den letzten Minuten der Partie kassierte man dann aber zwei Tore auf das leer stehende Tor und die HSG rettete den Sieg über die Ziellinie.
Erwähnt werden muss hier auch die Schiedsrichterleistung, die in der Schlussphase mit 2-3 äußerst fragwürdigen Zeitstrafen (eine davon als der Ball sauber rausgespielt wurde und die TSG schon frei zum Gegenstoß unterwegs war) die Aufholjagd  bremste. Allerdings sind in der Analyse des Spiels und vor allem der ersten Halbzeit genug Fehler im eigenen Spiel zu finden, sodass man sich hier mit der Kritik zunächst auf sich selbst konzentrieren muss. In einigen Medien war vor dem Spiel zu lesen, dass es sich bei der Partie um ein Spitzenspiel handeln würde. Die erste Halbzeit hat jedoch gezeigt, wie weit man noch von einer Spitzenmannschaft wir Wetzlar II entfernt ist. Jetzt gilt es in den kommenden Wochen weiterhin Stück für Stück an sich zu arbeiten um schon bei der nächsten Partie wieder gut vorbereitet und mit neuem Selbstvertrauen aufspielen zu können.
Das nächste Spiel der TSG findet am kommenden Sonntag in der ESO Sportfabrik statt. Anpfiff ist um 18 Uhr, Gegner die TSG Münster. Münster hat sich nach schwachem Saisonstart bereits von seinem Trainer getrennt und seit dem Trainerwechsel vor 2 Wochen kein Spiel verloren. Man ist also gewarnt und wird sich wieder gut auf den Gegner vorbereiten. Das Ziel, zu Hause weiterhin die weiße Weste zu wahren, gilt weiterhin. Dabei hofft die Mannschaft auf erneut zahlreiche Unterstützung. Auf geht’s TSG!
TSG: Hoppenstaedt, Gezer; Hildebrand (1), Kaiser (3), Neumann (1), Gotta (1/1), Nastos (2), Rivic (7), Müller, Hofmann (1), Lenort (10/1), Cohen, Steinheimer (2/1), Lehmann (2)
Zeitstrafen: 6 – 1
7m: 2/5 – 2/4
Zuschauer: 200