Ohne die zuletzt stark aufspielenden Merit Specht und Julia Schneider dafür aber wieder mit Tamara Stadter, wurde am Sonntag die Fahrt zur FSG Odenwald angetreten. Da auch Lea Jung nicht an Bord war, sie laboriert erneut an einer Schulterverletzung und fällt längerfristig aus, konnte auf TSG-Seite nicht von einer Bestbesetzung gesprochen werden. Außerdem konnten unter der Woche einige Spielerinnen nur eine Trainingseinheit absolvieren, daher sprang Alicia Hof aus der A-Jugend kurzfristig ein.
Mit einer 5-1-Abwehr wollte die TSG den Spielaufbau der Gastgeberinnen stören und zu einfachen Ballgewinnen kommen. Die FSG Odenwald blieb davon aber zunächst unbeeindruckt, konnte immer wieder durch schnelles Passen und Stoßen den Raum in der Bürgeler Abwehr nutzen und kam zu einfachen Torchancen. Zu langsam waren die TSG-Frauen in der Seitwärtsbewegung und zu passiv wurde agiert, sodass man häufig zu spät kam und Strafwürfe verursachte. Auch im Angriff fehlte es an Dynamik und Tordrang, sodass bis zum 7:6 Odenwald die Fäden in der Hand hielt. Eine Umstelung der Abwehr auf die offensive 3-3-Variante, sowie zwei Wechsel brachten dann aber den gewünschten Erfolg. Hinten ließ man die FSG nicht mehr ins Laufen kommen und die Abschlüsse wurden sichere Beute von Marion Fenn im Tor, nach vorne wurde schnell umgeschaltet und über die erste und zweite Welle erfolgreich abgeschlossen. Vor allem Tamara Stadter überzeugte nach ihrer 2-monatigen Verletzungspause mit viel Zug zum Tor und konnte oft nur regelwiedrig gestoppt werden. Auch auf den Außenpositionen zeigten die TSG-Damen endlich wieder eine besserte Torausbeute und bis zur Halbzeit konnte man mit 10:14 davon ziehen. Neben der Steigerung im Spiel der TSG sind sicherlich auch die Verletzungen der beiden Aktivposten der FSG, Josi Dingeldein und Lisa Ackermann, Grund für den Einbruch im Spiel der Gastgeberinnen gewesen. Lisa Ackermann musste sogar mit dem Krankenwagen abgeholt werden, auf diesem Wege gute Besserung.
Nach Wiederanpfiff bäumte sich die FSG nochmals auf und war beim 13:14 wieder dran. Im Angriff der TSG wurden wiederholt technische Fehler fabriziert und hinten war man wieder zu statisch, womit man den Gegner aufbauen konnte. Eine Auszeit und eine erneute Umstellung der Defensive der Bürgelerinnen von der 6:0- in die 5:1-Formation fruchteten. Vor allem Lynn Hoddersen verstand es, in der Abwehr den Ball zu gewinnen und sofort in den Gegenstoß umzuschalten. Das Bürgeler Angriffsspiel wurde wieder struktirierter, druckvoller und sicherer vorgetragen. Mit viel Bewegung mit und ohne Ball, verschiedenen Kreuzungsvarianten und Einläufern spielte man die Gastgeberinnen aus und beim 15:21 schien die Begegnung entschieden. Somit wechselte Fenn nun viel durch. In der 48. Minute verletzte sich Sonja Müller im Angriff schwer am Knie und Bürgel verlor die Spielsteuerung. Beim 22:24 in der 58. Minute wurde es nochmal eng, ein gehaltener 7m von Marion Fenn im Tor der TSG sowie ein verwandelter 7m vom Küken Alicia Hof, nach zuvor wieder katastrophaler 7m-Ausbeute, ließ die TSG aber nicht mehr von der Siegerstraße ab kommen. Aufgrund der Verletzung von Sonja Müller hielt sich die Freude in Grenzen und die Stimmung war getrübt. Bleibt zu hoffen, dass die Knieverletzung nicht so schlimm ist, wie befürchtet und dass Sonja schnell wieder genesen ist.
Am kommenden Samstag erwarten die TSG-Damen um 16.40 Uhr in der Sportfabrik den TV Kirchzell und wollen mit der Unterstützung der Fans auch das erste Heimspiel 2017 erfolgreich bestreiten.
Spielfilm: 1:0 3:1 5:5 7:6 7:10 10:12 10:14 HZ 13:14 14:17 15:21 20:23 20:24 22:24 23:26
gelbe Karten: 3-2, 2 Min.: 2-4, 7m: 11/7-8/3
Es spielten: Kroth, Fenn, Mastroserio 1, Seitz 2, Hof 2, Kaiser, Giegerich 2, Fleischhacker 2, Guercy, Hoddersen 5, Stadter 2/1, Tabery 4, Müller 2, Kirschig 4/1